1. April 2010, 15:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IMX Immobilienindex: Wohnimmobilienpreise leicht gestiegen

Die Internetplattform Immobilienscout24, Berlin, hat erstmals eine Auswertung ihres neu begründeten Immobilienindex IMX vorgelegt. Demnach verzeichnet der deutsche Markt für Wohnimmobilien leichte Preissteigerungen in allen Segmenten. Das weiterhin günstige Zinsniveau für Immobilienkredite stimuliere die Nachfrage bei gleichzeitig leicht sinkendem Angebot.

Haus-inex-shutt 24953752-127x150 in IMX Immobilienindex: Wohnimmobilienpreise leicht gestiegenAm deutlichsten ist der Aufwärtstrend bei Neubauwohnungen zu beobachten, bei denen der Preisindex gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent stieg. Für Bestandswohnungen liegt der Zuwachs bei 1,5 Prozent. Bei den Wohnhäusern (Einfamilien-, Doppel-, und Reihenhäuser) liegen die Preise im Neubaubereich zwei Prozent höher als im Vorjahr, Bestandsobjekte verzeichnen ein Plus von 1,7 Prozent. Der IMX wird auf Basis von über acht Millionen Immobilienangeboten gebildet.

Die Preisentwicklung weist laut Immobilienscout24 jedoch deutliche regionale Unterschiede auf. Während in Frankfurt die Preise für Neubauwohnungen im vergangenen Jahr um 11,8 Prozent gestiegen sind, zeigt die Kurve in Köln mit einem Rückgang um 1,1 Prozent leicht nach unten. Noch deutlicher sind die Unterschiede bei Neubau-Wohnhäusern ausgeprägt (Frankfurt 15,3 Prozent, Köln -0,8 Prozent).

Eine positive Preisentwicklung lässt sich auch in Hamburg und München beobachten. In Hamburg können sowohl die Preise für Neubauwohnungen (plus 7,1 Prozent) als auch für Neubau-Wohnhäuser (plus 4,3 Prozent) zulegen. In München liegen die Zuwächse für Neubauwohnungen bei 9,5 Prozent und für Neubau-Wohnhäuser bei 10,6 Prozent.

Anders sieht es dagegen in Berlin aus. Während die Preise für Wohnungen an der Spree spürbar steigen (Neubau 9,3 Prozent, Bestand 4,5 Prozent), können die Hauspreise das Vorjahresniveau nicht erreichen (Neubau -1,7 Prozent, Bestand -3,6 Prozent).

„Obwohl sich der Markt insgesamt als robust erweist, beobachten wir in den einzelnen Regionen und Teilsegmenten durchaus unterschiedliche Entwicklungen. Für die Zukunft ist aufgrund der veränderten energetischen Vorschriften mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen. In einfachen und schlechten Lagen dürfte es allerdings schwer fallen, diese Kosten umzulegen“, kommentiert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei ImmobilienScout24, die Ergebnisse. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Mehr Schutz für die Zähne, ambulant und stationär?

Einfach geregelt. Mit den neuen Zusatzversicherungen der SDK. Als Einzelversicherung für Privatpersonen oder als betriebliche Krankenversicherung für Firmen.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...