Anzeige
27. Januar 2010, 10:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermeintlich gefallene Preise reizen Deutsche

Obwohl die geplatzte Immobilienblase vor allem in überhitzten Märkten wie den USA oder Spanien die Preise auf Talfahrt geschickt hat, gehen fast die Hälfte der Deutschen auch hierzulande von deutlich gefallenen Immobilienpreisen aus. Das ergab die Baugeldstudie 2010 des Finanzierungsvermittlers Hypothekendiscount. 

Hausverkauf-127x150 in Vermeintlich gefallene Preise reizen DeutscheDemnach nehmen 44,3 Prozent der Deutschen an, auch der hiesige Immobilienmarkt sei von einem Preisverfall betroffen. Laut Umfrage sind sie der Meinung, dass drastisch gesunkene Hauspreise Hauptgrund dafür sind, dass der Immobilienerwerb jetzt lohnt.

“Tatsächlich sind die Immobilienpreise in Deutschland jedoch seit Jahren weitgehend stabil – sie liegen etwa auf dem Niveau der üblichen Inflationsraten”, stellt Kai Oppel, Finanzierungsexperte von Hypothekendiscount fest. Lediglich in weniger attraktiven Lagen hätten Häuser an Wert verloren, so etwa in einigen ländlichen Gegenden Ostdeutschlands, Mittelhessens oder des Saarlandes.

Überdurchschnittlich gestiegen sei der Wert von Immobilien in Ballungsräumen wie München, Frankfurt oder Düsseldorf und in Städten mit über 15-prozentigem Studentenanteil an der Gesamtbevölkerung. “Die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt ist jedoch abgekoppelt von den weltweiten Korrekturen zu betrachten. In Deutschland war der Markt für Wohneigentum niemals überhitzt”, so Oppel weiter.

20100127 Zeitpunkt-Immobilienkauf Gesamt3-1024x723 in Vermeintlich gefallene Preise reizen Deutsche

Nur jeder zweite Deutsche kennt die Marktsituation

Lediglich die Hälfte der Befragten zeigt sich der Studie zufolge gut informiert über aktuelle Entwicklungen: 37,3 Prozent der Befragten wissen, dass der Kauf einer Immobilie sich zur Zeit vor allem aufgrund der historisch günstigen Zinsen lohnt. Zwölf Prozent geben als wichtigsten Kaufgrund an, dass andere Kapitalanlagen riskant oder nicht rentabel sind. “Tatsächlich sind die Kreditzinsen mit Konditionen zwischen vier und fünf Prozent so günstig wie selten in der deutschen Geschichte. Vor diesem Hintergrund und wegen der unsicheren Aktienmärkte haben zuletzt Privat- und Kapitalanleger verstärkt in Immobilien investiert. Schließlich bringen auch Tagesgeld oder kurzfristig angelegtes Festgeld kaum Rendite”, bestätigt Oppel.

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Kai Oppel, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: Vermeintlich gefallene Preise reizen Deutsche http://bit.ly/crc7m3 […]

    Pingback von Tweets die Vermeintlich gefallene Preise reizen Deutsche - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 28. Januar 2010 @ 01:32

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz-Ersatzteile: GDV sieht “monopolartige” Strukuren

Bemerkenswerte Preisentwicklung bei Kfz-Ersatzteilen: So sind etwa Rückleuchten, Motorhauben und Windschutzscheiben in den letzten zwölf Monaten erneut deutlich teurer geworden. Von August 2017 bis August 2018 im Schnitt um vier Prozent, Scheinwerfer sogar um sieben Prozent. Das geht aus einer GDV-Auswertung der Schadenkalkulations-Datenbank Audatex hervor.

mehr ...

Immobilien

Energieeffizientes Bauen zahlt sich nicht immer aus

Energieeffizientes Bauen entlastet den Geldbeutel privater Bauherren – was Politik und Hersteller häufig versprechen, trifft in der Praxis nicht immer zu. Die Verbraucherschutzorganisation nennt Tipps, damit sich Energiemaßnahmen wirklich lohnen.

mehr ...

Investmentfonds

So behalten Sie den Überblick über ihr Depot

Chaos im Depot, einseitige Anlagestrategie oder noch gar kein Depot? Wer sein Depot aufräumen oder neu aufbauen will, muss wissen wie. Dafür hat Stiftung Warentest eine Anleitung in vier Schritten erstellt und eine Übersicht über 18.000 Fonds und ETFs.

mehr ...

Berater

Keine Angst trotz Provisionsdeckel

Das nennt man wohl ein Remis: 47,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) gehen davon aus, dass die Auswirkungen eines Provisionsdeckels sie kaum treffen würde. Dagegen erwarten 30,3 Prozent spürbare Auswirkungen, für 22,5 Prozent wäre es hart oder sehr hart. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...