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22. Januar 2010, 16:44
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Waffengleichheit für Sanierung und Bestandsersatz

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) hat die Bundesregierung aufgefordert, Sanierungsmaßnahmen und Bestandsersatz in der Förderung durch KfW-Mittel gleichzustellen.

“Die Bundesregierung sollte ihre KfW-Förderpolitik im Gebäudebereich ergebnisoffen gestalten. Denn die aktuelle Bevorzugung von Sanierungsmaßnahmen führt teilweise zu grotesken Fehlsteuerungen”, so DGfM-Geschäftsführer Dr. Ronald Rast.

Rast verweist in diesem Zusammenhang auf die aktuellen Beispielrechnungen des Pestel Instituts, das die Förderkriterien der KfW untersucht hat. Die Forscher kommen darin zu dem Ergebnis, dass mit der jetzigen Förderpolitik der Bestandsersatz gegenüber der Sanierung um circa 300 Euro pro Quadratmeter benachteiligt wird. Bestandsersatz umfasst dabei den Abriss, das Umzugsmanagement und den eigentlichen Ersatzneubau eines Wohngebäudes.

Laut DGfM muss die Entscheidung, ob bei einer Immobilie Sanierung oder Abriss und Ersatzneubau die bessere Variante ist, in jedem Einzelfall vom Eigentümer getroffen werden. Dabei sollte die Politik die Entscheidung nicht durch ungleiche Förderung verzerren. “Aus unserer Sicht müssen die Varianten Sanierung und Bestandsersatz in der Förderung gleichgestellt und nicht durch die Politik einseitig auf Sanierung ausgerichtet werden. So kommen wir gesamtwirtschaftlich zu den besten Ergebnissen und können über den Wohnungsbau einen echten Beitrag zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur leisten”, macht Rast die Position seines Verbands deutlich.

Neben der Forderung nach einer Anpassung der Förderkriterien der KfW setzt sich die DGfM für eine Erhöhung der Abschreibungssätze auf neue Wohngebäude ein. Laut einer Prognos-Umfrage halten wichtige Investoren eine solche Maßnahme für besonders geeignet, um die derzeitige Investitionskrise im Wohnungsbau zu überwinden.

Rast bestreitet indes nicht, dass eine bessere Förderung des Wohnungsbaus im Interesse der Bau- und Wohnungswirtschaft ist: “Die von uns geforderten Maßnahmen sind aber kein Selbstzweck. Wir brauchen in vielen Regionen Deutschlands wieder dringend Wohnungen. Bei steigenden Kaltmieten infolge anziehender Nachfrage und im Trend weiter ansteigender Betriebskosten kann der Wohnungsneubau helfen, speziell soziale Probleme abzufedern.” (te)

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