Anzeige
21. April 2010, 10:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilienpreise steigen weltweit an jedem zweiten Standort

Die Preise für Wohnimmobilien sind 2009 in fast der Hälfte der Standorte gestiegen, die von der internationalen Immobilienberatung Knight Frank regelmäßig im Rahmen ihres weltweiten Wohnimmobilienindexes untersucht. Global betrachtet haben die Preise indes im Durchschnitt um 3,8 Prozent nachgegeben.

Erdball Haus in Wohnimmobilienpreise steigen weltweit an jedem zweiten Standort Demnach haben die Preise mit acht Prozent im asiatisch-pazifischen Raum am stärksten angezogen. Mit fast 30 Prozent sind die Preise in Hongkong am stärksten gestiegen. Mit Verlusten von mehr als 40 Prozent stehen Estland, Dubai und Lettland am anderen Ende der Skala.

“Die Erholung an den Wohnimmobilienmärkten ist noch nicht robust”, kommentiert Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank verantwortet. “Obwohl wir 2009 in einigen Ländern hohe Preiszuwächse von bis zu 28 Prozent verzeichnet haben, sind in den letzten drei Monaten 2009 die Preise noch in fast der Hälfte der untersuchten Länder gefallen.”

Untersuchungen von Knight Frank zufolge liegen die Pole nach wie vor stark auseinander. Während mit Hongkong, China, Israel, Australien und Norwegen fünf Länder 2009 zweistellige Wachstumsraten verbuchten, fielen die Preise in neun Ländern um mehr als zehn Prozent. Die Wohnimmobilienmärkte in Hongkong und China haben mit einem Plus von mehr als 25 Prozent von steuerlichen Förderungen der Regierung profitiert, die hohe Liquidität in den Markt gepumpt haben. Der Preiszuwachs scheint sich indes allmählich abzuschwächen. Im vierten Quartal 2009 sind die Preise in Hongkong nur noch um 2,9 Prozent gestiegen.

Auch die australische Wirtschaft hat laut den Immobilienberatern von Chinas schneller Erholung von der globalen Rezession profitiert. Wohnimmobilien haben sich 2009 um 13,6 Prozent verteuert, wobei das Wachstum mit 5,2 Prozent im vierten Quartal am stärksten war.

Israelis investieren den Untersuchungsergebnissen zufolge nach wie vor lieber in Immobilien als in andere Anlageklassen. Das hat den Preisauftrieb unterstützt, der sich 2009 auf 21,3 Prozent summierte. Laut der jüdischen Chronik wird rund die Hälfte der Immobilien als Zweitwohnsitz erworben.

Am unteren Ende der Skala stehen laut dem Knight Frank-Index die Ukraine, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Irland und Dubai, wo die Preise in Folge der Finanzkrise 2009 stark nachgegeben haben. Der freie Fall scheint nun allerdings gestoppt zu sein. Im vierten Quartal 2009 verzeichneten diese Länder mit Ausnahme von Irland nur noch geringe Verluste oder bereits erste leichte Gewinne.

In einigen Ländern, in denen die Preise zu Jahresbeginn leicht gestiegen waren, begann die wirtschaftliche Erholung Knight Frank-Zahlen zufolge wieder zu wackeln, was zu nachgebenden Preisen im vierten Quartal führte. So konnte die USA beispielsweise in den ersten sechs Monaten 2009 ein Plus von drei Prozent verbuchen, musste im vierten Quartal dagegen ein Minus von 0,6 Prozent verkraften. Auch Deutschland erzielte im ersten Halbjahr einen Zuwachst von zwei Prozent, verlor im letzten Quartal aber wieder 0,6 Prozent.

“Weltweit betrachtet war das Minus im letzten Quartal 2009 an den meisten Standorten moderat,” kommentiert Bailey. “Das lässt vermuten, dass sich 2010 die Länder erholen könnten, in denen letztes Jahr Verluste zu verbuchen waren. Die Wirtschaft ist indes besonders in Europa noch labil, so dass Prognosen für die Immobilienmärkte schwierig sind.” (te)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mark Förster erwähnt. Mark Förster sagte: Wohnimmobilienpreise steigen weltweit an jedem zweiten Standort: Die Preise für Wohnimmobilien si… http://bit.ly/9qV1lr … #versicherung […]

    Pingback von Tweets die Wohnimmobilienpreise steigen weltweit an jedem zweiten Standort - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 21. April 2010 @ 10:40

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...