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22. Oktober 2010, 16:41
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Wohnportfolios: Deutscher Markt dümpelt vor sich hin

In den ersten drei Quartalen 2010 wurden in Deutschland Wohnungspakete im Wert von rund 2,9 Milliarden Euro gehandelt, wie aus der Statistik des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate hervorgeht. Damit bleibt das Transaktionsvolumen auf dem vergleichsweise geringen Niveau des Vorjahres. Der Grund: Große Deals waren zuletzt Fehlanzeige.

Wohnimmo-127x150 in Wohnportfolios: Deutscher Markt dümpelt vor sich hinDer im ersten Halbjahr zu beobachtende Trend steigender Investitionen habe sich im dritten Quartal verlangsamt, heißt im Marktbericht. Ausschlaggebend dafür sei das Fehlen von großen Transaktionen über 100 Millionen Euro. Die Bedeutung der kleineren Deals habe dagegen spürbar zugenommen.

So wurde im bisherigen Jahresverlauf gut ein Viertel des Transaktionsvolumens mit Verkäufen unter 25 Millionen Euro umgesetzt. Vor allem im kleinteiligeren und mittleren Marktsegment sei die Nachfrage weiterhin sehr lebhaft, schreiben die Analysten.

Aktuell zeichnen sich der Studie zufolge zwei wesentliche Trends ab. Auf großes Interesse stoßen demnach neben Neubaubeständen auch Projektentwicklungen in den großen Ballungsräumen, wobei als Käufer vor allem deutsche Core-Investoren auftreten, wie zum Beispiel Pensions- und Spezialfonds. Das Preisniveau für diese Produkte liege in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter, teilweise auch darüber.

Außerdem würden zunehmend größere Bestandsportfolios zu günstigen Preisen eingekauft. Investoren in diesem Segment seien in erster Linie ausländische Anleger, insbesondere Equity Funds, für die Cashflow-orientierte deutsche Wohnportfolios wieder verstärkt an Attraktivität gewinnen.

Die Researcher erwarten, dass das Transaktionsvolumen im vierten Quartal noch einmal anziehen wird. Wenn größere Portfolios angeboten würden, stehe in diesem Segment aktuell ausreichend Kapital zur Verfügung. Demzufolge deute vieles darauf hin, dass 2010 ein höherer Gesamtumsatz erzielt werden kann als im Vorjahr (3,6 Milliarden Euro). (hb)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

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