18. August 2011, 12:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Aberdeen wickelt Degi-Großanleger-Immobilienfonds ab

Der offene Immobilienfonds “Degi Global Business” wird bis spätestens 30. Juni 2014 abgewickelt, wie die Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft bekanntgibt. Trotz Objektverkäufen sei es nicht gelungen, ausreichend flüssige Mittel für Anteilsrückgaben zu beschaffen.

Der Fonds war am 1. November 2005  für institutionelle Investoren – Versicherungen und Altersversorger, aber auch Stiftungen, Family Offices, Dachfonds und Vermögensverwalter – aufgelegt worden. Im Zuge der Finanzkrise traten Liquiditätsengpässe auf, die im November 2009 zur Aussetzung der Anteilsrücknahme führten. Zwischenzeitlich geriet der Fonds zudem durch massive Wertminderungen in die Schlagzeilen.

Nach Angaben von Aberdeen wurde die Performance in den vergangenen Jahren vor allem durch die Wertentwicklung der Immobilien in den Investitionsländern Kroatien und Rumänien schwer belastet.

Bis zum 30. Juni 2011 wurden der Fondsgesellschaft zufolge bereits zwei Objekte zu Verkehrswerten von rund 55 Millionen Euro veräußert. Die erreichte Liquidität habe dennoch nicht ausgereicht, um die Rückgabeverlangen zu bedienen. Die noch erforderlichen Objektverkäufe würden ein stark reduziertes Portfolio belassen, das für eine wirtschaftlich sinnvolle Fortführung zu klein wäre.

Aus diesen Gründen habe sich die Geschäftsführung zur Liquidierung des Fondsvermögens entschieden. Vorgesehen sind zwei Auszahlungen im Jahr, jeweils halbjährlich, erstmals im Oktober 2011.

Das Fondsportfolio umfasste per 31. Juli 2011 laut Aberdeen elf Objekte. Das Nettofondsvermögen lag demnach bei 253,8 Millionen Euro und die Liquiditätsrate betrug 12,8 Prozent. Aus dem Portfolio wurden seit Beginn der Rücknahmeaussetzung bereits die Bürogebäude Köln, Agrippinawerft, und Helsinki, Ministry, verkauft.

Die Verkaufsvertragsverhandlungen für weitere zwei Immobilien im Verkehrswert von zusammen rund 50 Millionen Euro seien “bereits weit gediehen”, so Aberdeen. Auch der Vermarktungsprozess für andere Objekte sei bereits angelaufen. (hb)


Ihre Meinung



 

Versicherungen

Auf die Schnelle noch Steuern sparen – vier Tipps, die Bares wert sein können

Weihnachten steht vor der Tür, der Jahreswechsel ist in Sicht. Wer jetzt nicht nur besinnlich den Adventskranz beäugt, sondern schnell noch handelt, kann einiges an Geld sparen. Die Düsseldorfer Arag präsentiert vier Tipps für Sparfüchse.

mehr ...

Immobilien

Zwei Amazon-Zentren in Dortmund gehen nach Südkorea

Der Immobilien-Investmentmanager Savills Investment Management vermeldet den Ankauf von zwei Prime Logistikobjekten in Dortmund für rund 140 Millionen Euro. Sowohl Käufer als auch Verkäufer kommen aus fernen Ländern.

mehr ...

Investmentfonds

Lateinamerika: Verwaltetes Vermögen wird sich mehr als verdoppeln

Obwohl derzeit eine Reihe von Ländern in Lateinamerika mit politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert sind, bleiben die langfristigen Wachstumsaussichten für die Asset- und Wealth-Management-Industrie laut einem neuen Bericht von PwC und Sura Investment Management hoch.

mehr ...

Berater

Abschlussprovisionen: Jeder Dritte erhält über 40 Promille

Der durchschnittliche Abschlussprovisionssatz, den die deutsche Lebensversicherungsbranche gewährt, ist im Jahr 2018 leicht gestiegen. Rund 30 Prozent des Neugeschäfts kapitalbildender Produkte entfällt auf Versicherungsvermittler, die mehr als vier Prozent Abschlussprovision erhalten. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Abfrage der BaFin.

mehr ...

Sachwertanlagen

Logistik-Vermögensanlage von Solvium startet nach Plan

Für die kürzlich in den Vertrieb gestartete Vermögensanlage Logistik Opportunitäten Nr. 1 meldet der Anbieter Solvium die ersten Investitionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,6 Millionen Euro. Auch die Platzierung der Emission läuft gut an.

mehr ...

Recht

FDP kritisiert Finanzhilfe des Bundes für Thomas-Cook-Kunden

Die FDP hat die Finanzhilfe der Bundesregierung für geschädigte Kunden des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook kritisiert. Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Michael Theurer sagte: “Dass nun der Steuerzahler einspringen soll, ist ein Schuldeingeständnis der Großen Koalition. Sie hat die EU-Gesetzgebung offenbar mangelhaft umgesetzt. (…) Es kann nicht angehen, dass Risiken verstaatlicht und Gewinne privatisiert werden.”

mehr ...