1. April 2011, 11:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GSW will mehr als 500 Millionen Euro an der Börse einsammeln

Der angestrebte Börsengang der 2004 privatisierten Berliner Wohnimmobiliengesellschaft GSW hat ein geplantes Emissionsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro. Damit wäre es in diesem Jahr der bislang größte IPO in Deutschland.

Thomas-zinn Cker-gsw-chef in GSW will mehr als 500 Millionen Euro an der Börse einsammeln

Thomas Zinnöcker

GSW hat die Preisspanne für die bis zu 24,6 Millionen Aktien, die ab heute bis zum 13. April angeboten werden, bei 19 bis 23 Euro angesetzt. Bei erfolgreicher Platzierung würde der Börsengang damit zwischen 517 und 566 Millionen Euro einbringen.

Beim dem ersten Versuch, aufs Börsenparkett zu springen, der vor knapp einem Jahr gescheitert war, hatten die GSW-Eigentümer Whitehall – ein Immobilienfonds von Goldman Sachs – und Cerberus –  ein US-Finanzinvestor – noch maximal 18,50 Euro verlangt, der Börsengang hätte maximal 491 Millionen Euro gebracht.

Damals stand der IPO allerdings unter den ungünstigen Vorzeichen der Euro-Krise. Laut GSW war das auch der Grund, warum er letztlich abgeblasen wurde. Inzwischen hat sich die Lage auf den Finanzmärkten aber erholt, zudem hat der Konzern Profitabilität und Effizienz nach eigenen Angaben nachhaltig gesteigert.

115 Millionen Euro aus der für den 15. April geplanten Erstnotiz streichen Cerberus und Whitehall ein. Wenn der Ausgabepreis bei über 19 Euro liegen sollte, wollen die Alteigentümer mehr von ihren Aktien verkaufen, sodass die Kapitalerhöhung entsprechend geringer ausfallen wüde. Durch den IPO werden die beiden bisherigen Großeigner nur noch Minderheitsanteile halten.

Mit dem Geld aus dem Börsengang will GSWin den nächsten zwei Jahren 5.000 bis 6.000 Wohnungen in Berlin kaufen und 40 Millionen Euro Steuerschulden zurückzahlen. Die GSW, die bis zum Einstieg der Finanzinvestoren 2004 dem Land Berlin gehört hatte, besitzt in der Hauptstadt bereits 48.000 Wohneinheiten und verwaltet weitere 15.800 Objekte für Dritte. Ende 2010 war der Immobilienbestand 2,6 Milliarden Euro wert.

GSW-Vorstandschef Thomas Zinnöcker will Aktionäre mit attraktiven Ausschüttungen ködern: “Wir planen, Dividenden in Höhe von rund 65 Prozent des Funds From Operations (FFO) auszuschütten. Die angebotenen Aktien werden für das Geschäftsjahr 2011 voll dividendenberechtigt sein.” (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. […] GSW will mehr als 500 Millionen Euro an der Börse einsammelncash-online.deDer angestrebte Börsengang der 2004 privatisierten Berliner Wohnimmobiliengesellschaft GSW hat ein geplantes Emissionsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro. Damit wäre es in diesem Jahr der bislang größte IPO in Deutschland. …Börsengang von GSW wird mehr als 500 Millionen schwerReuters DeutschlandImmobilienaktie:GSW nimmt zweiten BörsenanlaufHandelsblattImmobilienkonzern: GSW vor größtem Börsengang des JahresFinancial Times DeutschlandBerliner Morgenpost -GoingPublic -n-tv.de NACHRICHTENAlle 67 Artikel » […]

    Pingback von newerapublications.de » Blog Archive » GSW will mehr als 500 Millionen Euro an der Börse einsammeln – cash-online.de — 1. April 2011 @ 12:06

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BRSG: Wie der Vertrieb seine Rolle stärker nutzen kann

Seit über einem Jahr setzt das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) Anreize für den Vertrieb, das Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu forcieren. Doch wie ist es um die Ausrichtung des Vertriebs bestellt? Ein Kommentar von Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb bei Swiss Life Deutschland.

mehr ...

Immobilien

Neue Strategien fürs Energiesparen

32 Prozent der Heizungen in deutschen Kellern sind 20 Jahre oder älter. Sie verursachen höhere Heizkosten und stoßen mehr CO2 aus als moderne Geräte. Steigende Energiepreise sorgen seit Jahren für Frust bei Immobilienbesitzern. Doch der Staat unterstützt energetische Sanierungen mit Fördermitteln. Höchste Zeit, veraltete Anlagen zu ersetzen oder zu modernisieren.

mehr ...

Investmentfonds

NordLB: Finanzspritze verzögert sich – Umsetzung erst im 4. Quartal

Die Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) mit einer vereinbarten Milliarden-Finanzspritze verzögert sich. Wie das Institut am Donnerstagabend in Hannover mitteilte, kann die bisher für das 3. Quartal geplante Umsetzung der Kapitalmaßnahmen erst im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

mehr ...

Berater

Neuer Trend mit Potenzial: Design Thinking hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten

Die Entwicklung von neuen Ideen, Konzepten und Produkten gehört zu einem der schwersten Arbeitsprozesse. Auf Knopfdruck kreativ und innovativ zu sein, gelingt den wenigsten Menschen. Die Agile Coaches und Unternehmensberater des Darmstädter Unternehmens 4craft packen das Problem an der Wurzel: Für alle, egal ob Angestellten, Produktentwickler oder Führungskräfte, die in der Entwicklung neuer Produkte auf Granit beißen, bieten sie Workshops in Design Thinking an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Speziell für Stiftungen und institutionelle Anleger: Vollregulierter Zweitmarktfonds mit günstigem Risikoprofil

Die Bremer Kapitalverwaltungsgesellschaft HTB Fondshaus bringt nach einer Reihe von Publikums-AIF erstmals einen Spezial-AIF für Stiftungen und institutionelle Anleger heraus. Neben sogenannten semiprofessionellen Anlegern können sich auch institutionelle Investoren ab einer Summe von 200.000 Euro am Spezial-AIF beteiligen.

mehr ...

Recht

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Probearbeit

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch an Probearbeitstagen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel von Dienstag hervor.

mehr ...