Anzeige
5. Mai 2010, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schuldenkrise bremst GSW-Börsengang aus

Die Berliner Wohnimmobiliengesellschaft GSW hat ihren ursprünglich für Freitag angekündigten Börsengang vorerst abgeblasen. Die Griechenland-Krise hat den Investoren offensichtlich den Geschmack auf die Aktien verdorben.

Gsw-zentrale-berlin-127x150 in Schuldenkrise bremst GSW-Börsengang aus

GSW-Zentrale, Berlin

Die jüngsten makroökonomischen Entwicklungen haben ohne Bezug zur GSW zu einer signifikanten Verschlechterung des Kapitalmarktumfeldes geführt, teilt das Unternehmen mit. Ein neues Zeitfenster für den Gang an die Börse nannte die GSW zunächst nicht.

Die Zeichnungsphase für den geplanten Börsengang hatte am Montag vergangener Woche begonnen. Die bis zuletzt zuversichtliche GSW bot ihre Aktien in einer Preisspanne von 15 bis 18,50 Euro an. Die bisherigen Eigentümer, der Whitehall-Fonds des US-Finanzriesen Goldman Sachs und der Private-Equity-Investor Cerberus, planten mit einem Emissionserlös in Höhe von 491 Millionen Euro. Gut die Hälfte davon sollte in ihre eigenen Kassen fließen. Beide Parteien hatten mit einem Abschlag von 30 Prozent auf den Nettovermögenswert der Beteiligung bereits Zugeständnisse gemacht. Anscheinend reichte die Nachfrage dennoch nicht aus, um die Aktien zu platzieren.

Mit einem Portfolio von rund 49.700 Wohnungen und 3,1 Millionen Quadratmeter Wohnfläche definiert sich die GSW als größte private Wohnimmobiliengesellschaft Berlins. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte das Unternehmen laut eigenen Angaben Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 133,6 Millionen Euro (Vorjahr: 129,3 Millionen Euro). Das operative Ergebnis betrug 229 (185,7) Millionen Euro und der Konzernüberschuss 172,1 (107,7) Millionen Euro.

Der bereits börsennotierte GSW-Wettbewerber Deutsche Wohnen hat unterdessen sein Bedauern über die Verschiebung des Listings zum Ausdruck gebracht. „Ein weiteres börsennotiertes Wohnungsunternehmen mit großen Beständen in Berlin hätte verstärkt die Aufmerksamkeit auf die positiven wirtschaftlichen Perspektiven der Hauptstadt lenken können”, lässt die Immobilien-AG verlautbaren. Mit einer börsennotierten GSW sei außerdem das Interesse internationaler Investoren am deutschen Wohnimmobilienmarkt gestärkt worden. (hb)

Fotos: Shutterstock, commons.wikimedia.org

Anzeige

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mark Förster erwähnt. Mark Förster sagte: IPO verschoben: Schuldenkrise bremst GSW-Börsengang aus: Die Berliner Wohnimmobiliengesellschaft … http://bit.ly/dhujzy … #versicherung […]

    Pingback von Tweets die IPO verschoben: Schuldenkrise bremst GSW-Börsengang aus - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 5. Mai 2010 @ 10:53

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

230 Pflegedienste unter Betrugsverdacht

Bei den bundesweiten Betrugsermittlungen gegen ambulante Pflegedienste hat sich ein Verdacht gegen 230 russisch-eurasische Anbieter ergeben. Das gehe aus dem Abschlussbericht der Sonderermittlungsgruppe von Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hervor, berichten “Die Welt” und der Bayerische Rundfunk.

mehr ...

Immobilien

NordLB erwägt Verkauf Deutscher Hypothekenbank

 

Die NordLB prüft, ob sie die Deutsche Hypothekenbank verkauft, damit würde sie sich von ihrer Immobilientochter trennen. Das geht aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hervor. Die NordLB erlitt durch Geschäfte mit Schiffskrediten große Verluste.

mehr ...

Investmentfonds

“Ökonomischen Rückenwind in Europa für konsequente Reformen nutzen”

Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel erwartet deutliches Wachstumsplus im zweiten Quartal in Europa, das nicht ungenutzt bleiben sollte.

mehr ...

Berater

Viel Rückenwind für Schwellenländer

Während die globale Konjunktur nur langsam vorankommt, lassen zahlreiche Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich. Im Durchschnitt erwarten Karen Watkin und Morgan Harting, beide Multi-Asset Portfolio Manager bei AllianceBernstein, für die Schwellenländer 2017 ein Wachstum von 4,1 Prozent, für die Industrieländer hingegen nur knapp über zwei Prozent. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der für Anlagen in den Emerging Markets (EM) spricht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kaufland in Kitzingen ab 20.000 Euro

Die Hahn Gruppe aus Bergisch-Gladbach hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH einen neuen geschlossenen Publikumsfonds aufgelegt. Beteiligen dürfen sich nur qualifizierte Anleger.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...