22. März 2011, 10:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GSW nimmt erneut Anlauf zum Sprung aufs Parkett

Das 2004 privatisierte Berliner Wohnungsunternehmen GSW Immobilien AG plant, seine Aktien im zweiten Quartal 2011 im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Berliner Börse notieren zu lassen. Bereits vor Jahresfrist planten die Berliner den Gang auf das Parkett, mussten diesen aufgrund des von der aufkommenden Euro-Schuldenkrise belasteten Umfeld jedoch abblasen

GSW-Fassade-127x150 in GSW nimmt erneut Anlauf zum Sprung aufs Parkett

GSW-Zentrale, Berlin

Der Emissionserlös aus der geplanten Eigenkapitalerhöhung soll für die Finanzierung des geplanten Wachstums durch den Erwerb von Wohneinheiten in Berlin verwendet werden. Rund 40 Millionen Euro aus den Nettoerlösen sollen laut Unternehmensmitteilung für die Rückzahlung der restlichen Steuerverbindlichkeiten verwendet werden, die sich aus dem früheren Status als steuerbefreites Wohnbauunternehmen ergeben. Die übrigen Nettoerlöse aus dem Verkauf der neuen Aktien würden allgemeinen Unternehmenszwecken zugeführt. Das Unternehmen strebt dauerhaft eine Loan-to-Value-Ratio (LTV) von unter 65 Prozent an. Als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners werden die Deutsche Bank und Goldman Sachs International fungieren. Die Berenberg Bank, Commerzbank, HSBC Trinkaus, Kempen und Uni Credit wurden als Co-Lead Manager mandatiert.

Die GSW ist gemessen am eigenen Wohnungsbestand und der Zahl der verwalteten Wohnungen eigenen Angaben zufolge eine der größten privatwirtschaftlichen Wohnimmobiliengesellschaft in Berlin. Das Unternehmen besitzt demnach ein Portfolio von rund 48.800 Wohneinheiten und verwaltet darüber hinaus rund 15.800 Wohn- und Gewerbeeinheiten für Dritte. Der Fokus liegt auf dem Berliner  Wohnimmobilienmarkt, das ist Unternehmensangaben zufolge darauf ausgerichtet von den günstigen dortigen Rahmenbedingungen und Potenzialen zu profitieren.

Zwischen 2006 und 2010 , so die GSW, sei die Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter im Portfolio der GSW flächenbereinigt durchschnittlich um 2,9 Prozent pro Jahr gestiegen. Gleichzeitig habe man den Wohnungsleerstand um insgesamt 43 Prozent auf 3,6 Prozent verringern können. Trotz aller Schwankungen im deutschen Wirtschaftswachstum hätten sich die nominalen Mietpreise des Unternehmens seit 1998 kontinuierlich erhöht. Die GSW betreibt eigenen Angaben zufolge zudem ein aktives Portfoliomanagement, um ihre Erträge zu erhöhen. Dazu zählten Zukäufe und Verkäufe von Wohneinheiten oder Grundstücken sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Seite 2: Finanzierungsstruktur und 2010er Ergebnisse

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neue Hoffnung für Vertriebler?

Die Obergerichte hatten bislang ein Ausufern der Grundsätze der Kündigungserschwernis verhindert. Eine Entscheidung des Landgerichts Freiburg lässt Vertriebler nun wieder aufhorchen, die abstrakte Vorschüsse erfolglos in den Aufbau eines Geschäfts investiert haben.

mehr ...

Immobilien

Im Vergleich: Immobilie verkaufen oder vermieten?

Immobilienwert und mögliche Rendite sind für den Entscheidungsprozess besonders wichtig. Vermieter müssen ausreichend Rücklagen besitzen für den Fall, dass Mieter nicht zahlen oder Modernisierungsmaßnahmen anstehen. Eigentümer sind nach dem Immobilienverkauf frei von Verpflichtungen.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Zurich übernimmt Berliner Insurtech dentolo

Mit dem Erwerb des Berliner Insurtech dentolo stärkt die Zurich Gruppe Deutschland ihren Direktversicherer DA Direkt bei der  strategischen Weiterentwicklung mit dem vorgesehenen Einstieg in das Geschäft mit Zahnzusatzversicherungen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Aberdeen Standard Investments nimmt schwedische Immobilien ins Portfolio

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat seinen paneuropäischen Wohnimmobilienfonds Aberdeen Pan-European Residential Property Fund (ASPER) SICAV-RAIF mit dem Kauf eines Portfolios neuer Wohnimmobilien in Schweden erweitert. Mit dieser jüngsten Akquisition ist das Fondsportfolio nun über sechs Länder und 27 verschiedene Anlagen diversifiziert und hat ein Vertragsvolumen von über 750 Mio. Euro erreicht.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...