Immobilien-Investoren setzen wieder auf Osteuropa

Die Nachfrage der Investoren nach europäischen Gewerbeimmobilien ist im dritten Quartal 2011 nach Angaben des Immobilienberaters CB Richard Ellis (CBRE) leicht gestiegen. Besonders hohe Zuwächse verzeichnete neben Italien und Frankreich auch Osteuropa.

buerotuerme-shutt_46606915Das gesamte Investitionsvolumen in Europa erreichte im dritten Quartal 26,3 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt zwei Prozent über dem des Vorquartals und sieben Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, in dem ein Transaktionsvolumen von 24,5 Milliarden Euro registriert wurde.

Die stärksten Zuwächse im Vergleich zum Vorquartal wurden in Italien mit einem Plus von 69 Prozent und Frankreich mit einem Plus von 42 Prozent verzeichnet. In Italien ist der Anstieg laut CBRE auf eine geringe Investmentaktivität im zweiten Quartal zurückzuführen. In Frankreich seien insbesondere in Paris im dritten Quartal mehr Objekte auf den Markt gekommen.

Insgesamt hat CBRE zufolge die Region Zentral- und Osteuropa in 2011 das bisher stärkste Wachstum verzeichnet. Von Januar bis Ende September wurden dort acht Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien investiert. Damit wurde der Gesamtwert des Jahres 1010 mit 5,1 Milliarden Euro bereits deutlich übertroffen. Obwohl alle Länder Zuwächse verbuchen konnten, blieben die Investitionen laut CBRE hauptsächlich auf die Kernländer Polen, die Tschechische Republik und Ungarn sowie auf Russland konzentriert.

Darüber hinaus hätten in Westeuropa Deutschland, Belgien und Schweden starkes Wachstum auf Jahresbasis verzeichnet. Mit rund 5,7 Milliarden Euro lag das Transaktionsvolumen in Deutschland im dritten Quartal 2011 um 1,5 Prozent oberhalb des Vorquartalswertes. Der Umsatz der ersten neun Monate 2011 liegt in Deutschland mit 16,8 Milliarden Euro um 37 Prozent über dem Vorjahreswert.

„In diesem Quartal haben sich die Trends der vergangenen Monate weiter bestätigt. Core-Immobilien behaupten sich nach wie vor hervorragend. In Sekundärmärkten erkennen wir aber eine Zurückhaltung. Gleichzeitig liegt das Investmentvolumen der ersten drei Quartale in Europa in diesem Jahr bereits bei 81 Milliarden Euro, so dass wir für das Gesamtjahr 2011 mit einem Volumen rechnen, das über dem Vorjahreswert von 110 Milliarden Euro liegt“, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE Deutschland.

Nach Aussage des Immobilienberaters geht das Wachstum der Investmentaktivität mit einer relativ konstanten Entwicklung bei den Kapitalwerten einher. Nach Berechnungen von CBRE hätten sich sowohl die Spitzenmieten als auch die Renditen im dritten Quartal kaum verändert. Die Stabilität des Immobilienmarktes stehe damit im deutlichen Gegensatz zur Volatilität der anderen Asset-Klassen. (bk)

Foto: Shutterstock

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