JLL: Umsatzvolumen bei Gewerbeimmobilien legt deutlich zu

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt hat sich nach Angaben von Jones Lang LaSalle in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres von der Wirtschafts- und Finanzkrise bisher unbeeindruckt gezeigt. Der Flächenumsatz legte um 21 Prozent zu.

buerotuerme-shutt_46606915Für die sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart registrierte das Immobilienberatungsunternehmen von Januar bis Ende September einen Flächenumsatz von rund 2,48 Millionen Quadratmetern und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Auch wenn es erste Anzeichen gibt, dass sich Nutzer auf die sich verändernden Vorzeichen der wirtschaftlichen Entwicklung durch Zurückstellen von Flächengesuchen einzustellen beginnen, belegen die Vermietungszahlen die im Herbst insgesamt immer noch gute Nachfragesituation auf den deutschen Büromärkten“, so Helge Scheunemann, Leiter Research bei Jones Lang LaSalle Deutschland. „Ob dies so bleibt, wissen wir am Jahresende.“

Gesamtergebnis über dem Niveau von 2010 erwartet

Kräftige Wachstumsraten beim Flächenumsatz notierte JLL im Zwölf-Monats-Vergleich mit 84 Prozent in Stuttgart sowie in Köln, Berlin und München mit jeweils rund 40 bis 45 Prozent. Die Spitzenmieten in sechs der sieben Hochburgen verharrten dagegen auf ihrem jeweiligen Halbjahresniveau. Lediglich in Hamburg legte das Niveau um 50 Cent auf 23,50 Euro pro Quadratmeter monatlich zu. Im Ein-Jahres-Vergleich haben nach Aussage von JLL jedoch alle Städte außer Frankfurt ein Plus notiert, das zwischen 2,4 Prozent in Köln und 6,7 Prozent in Düsseldorf schwanke.

„Aufgrund der nach wie vor guten Nachfragesituation rechnen wir für das Gesamtjahr 2011 in den sieben Immobilienhochburgen zusammen mit einem Umsatzergebnis, das deutlich über der Drei-Millionen-Quadratmeter-Marke und damit über dem Niveau von 2010 liegen wird“, so Scheunemann.

Aufgrund der starken Flächenabsorption haben sich die Leerstände in den sieben Hochburgen nach Aussage von JLL in den letzten drei Monaten durchweg verringert. Aktuell ständen rund 8,59 Millionen Quadratmeter kurzfristig zur Verfügung. Dies entspreche einer Leerstandsquote, die mit 9,8 Prozent wieder unter die Zehn-Prozent-Grenze gerutscht ist. Im Jahresvergleich reduzierten sich die leerstehenden Flächen nach Aussage des Immobilienberaters über alle Städte hinweg um drei Prozent, zum Ende des Jahres wird ein Rückgang um sechs Prozent gegenüber 2010 erwartet.

Seite 2: Investmentmarkt: Bestes Ergebnis seit dem ersten Quartal 2008

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