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7. Januar 2011, 12:17
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Starker Endspurt: Transaktionsvolumen auf deutschen Gewerbemärkten hat sich verdoppelt

Auf dem deutschen Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt haben in 2010 die Aktivitäten deutlich zugelegt. Gegenüber 2009 verdoppelte sich das Transaktionsvolumen nahezu und erreichte letztendlich circa 19,3 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal konnten gewerblich genutzte Immobilien im Gesamtwert von knapp 5,8 Milliarden Euro verkauft werden. Das berichtet der Immobilienberater Jones Lang LaSalle (JLL).

Frankfurt-127x150 in Starker Endspurt: Transaktionsvolumen auf deutschen Gewerbemärkten hat sich verdoppeltDie Monate Oktober bis Dezember waren laut JLL damit die stärksten seit dem ersten Quartal 2008. Zwar dominierten 2010 die Transaktionen bis 50 Millionen Euro – neun von zehn Deals wurden innerhalb dieser Spanne registriert – die Transaktionen jenseits der 100 Millionen deckten aber immerhin 40 Prozent des gesamten Volumens ab. Damit hat die durchschnittliche Transaktionsgröße wieder deutlich zugenommen – von 16 Millionen Euro 2009 auf nun 31 Millionen.

Das Käuferspektrum war nach JLL-Angaben 2010 relativ breit gefächert. Sehr aktiv zeigten sich eigenkapitalstarke Investoren, wie beispielsweise geschlossene Fonds (mit einem Anteil von knapp 20 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen) und die Banken/Versicherungen/Pensionskassen, die zusammen auf einen Anteil von um die 14 Prozent kamen. Letztere werden wahrscheinlich bereits in diesem Jahr mit den Auswirkungen der geplanten Risikorichtlinien für Versicherungen (Solvency II) konfrontiert werden. Dies wird nach Einschätzung von JLL das Anlageverhalten dieser Gruppe in den nächsten beiden Jahren beeinflussen. Derzeit wären zwar direkte Immobilienanlagen gegenüber der indirekten Beteiligung in Bezug auf die geforderte Eigenkapitalhinterlegung bevorzugt, dennoch bleibt zunächst abzuwarten, welche genauen Vorschriften letztendlich in Kraft werden. Erst dann lässt sich die Attraktivität der Assetklasse Immobilie gegenüber Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen beurteilen.

“Für 2010 zumindest sorgte das anhaltende niedrige Zinsniveau für das Fehlen renditestarker Anlagealternativen. Dies veranlasste insbesondere private Investoren zur Investition in Immobilien, ihr gesamtes investiertes Kapital belief sich auf immerhin knapp ein Milliarde Euro”, so Marcus Lemli, Leiter Leasing & Capital Markets JLL Deutschland.

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2 Kommentare

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