Anzeige
13. Oktober 2011, 10:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Unsicherheit am US-Immobilienmarkt

Für die US-Immobilienindustrie waren die ersten beiden Quartale des Jahres geprägt von starken Transaktionsaktivitäten und fortschreitender Markterholung. Dennoch macht sich unter den Marktteilnehmern nun Unsicherheit breit. Dies zeigt eine Befragung der internationalen Anwaltskanzlei DLA Piper. 

US-Immo-127x150 in Studie: Unsicherheit am US-ImmobilienmarktIm Rahmen des “State of the Market 2011” wurden Anfang Oktober 291 Top-Entscheider der US-Immobilienbranche anlässlich des 10. “DLA Piper Global Real Estate Summit” in Chicago befragt.. Gründe für den schwindenden Optimismus drei Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers – damals einer der größten Halter von durch Gewerbe- und Mehrfamilienimmobilien besicherte Anleihen – sind demnach die weiter volatilen Finanzmärkte, die Staatsschuldenkrise in der Eurozone, der stagnierende US-Arbeitsmarkt und das Gezänk zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress um die Schuldenobergrenze. Die Befragung hat ergeben, dass 70 Prozent der Befragten der Marktentwicklung in den nächsten zwölf Monaten eher pessimistisch entgegensehen. Das sind mehr als noch bei der Befragung 2010 (60 Prozent), ist aber immerhin noch weit entfernt vom Rekordwert 2008: Damals stellten die Pessimisten 90 Prozent der Befragten. Nur eine knappe Mehrheit (53 Prozent) rechnet allerdings damit, dass die Transaktionsaktivitäten für dritte und vierte Quartal dadurch deutlich beeinflusst werden könnten. 70 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, dass der US-Immobilienmarkt die kommenden Turbulenzen ohne Verlust der Beteiligungsprovision oder Erhöhung der Kapitalertragssteuer durchstehen kann. Diese beiden Punkte waren zugleich die am häufigsten diskutieren Punkte auf der Versammlung.

Fabian Mühlen, Counsel bei DLA Piper, kommentiert: “Viele Entscheider in der Immobilienbranche suchen nach Sicherheit, gerade angesichts der Herausforderungen des Marktes: schwankende Wirtschaftslage, Grabenkämpfe in der Politik und ein schwacher US-Arbeitsmarkt. Es wird spannend sein zu beobachten, ob in der Folge Kapital aus dem Immobilienmarkt abgezogen werden wird oder eher das Gegenteil der Fall ist.”

Weitere Ergebnisse der Studie:

– Erstmalig seit Beginn der mittlerweile seit sieben Jahren durchgeführten Befragung konnten die Top-3-Länder der als attraktiv eingeschätzten Investmentregionen ihre Positionen behaupten: Brasilien, China und Indien.

– Aufgrund der weiter anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa äußerten die meisten Befragten Befürchtungen um die Lage in Griechenland, aber auch Italien und Spanien wurden häufig genannt.

– Noch 2010 wurden REITs als der große Hoffnungsträger der Branche genannt. Dieses Bild hat mittlerweile keinen Bestand mehr. 2011 rechnen die meisten Befragten (35 Prozent) mit Impulsen von Seiten der Private Equity-Investoren, gefolgt von Investoren aus dem Ausland (25 Prozent) und Pensionsfonds (20 Prozent). Erst danach werden REITs von 16 Prozent der Befragten als Impulsgeber genannt.

– neun von zehn Befragten erwarten eine Abkühlung des heimischen CMBS-Marktes (Commercial Mortgage Backed Securites also durch Gewerbe- und Mehrfamilienimmobilien besicherte Anleihen) bis Ende 2011, mit einem Volumen von deutlich unter 40 Milliarden US-Dollar.

– Die Mehrheit der Befragten, nämlich 55 Prozent, gaben an, dass sie eine Finanzierung eher bei den konventionellen Real Estate-Finanzierern sehen, auch wenn andere Quellen attraktivere Konditionen böten.

Weitgehende Einigkeit herrschte unter den Befragten darin, dass die Politik Regulierungen abbauen solle. Auch der Wunsch nach mehr Beständigkeit bei der Besteuerung wurde oft geäußert, obwohl die Einzelmeinungen dazu durchaus divers waren. (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Volkswohl Bund: Bläsing wird Nachfolger von Dr. Maas

Beim Dortmunder Versicherer Volkswohl Bund gibt es einen Wechsel in der Führungsspitze. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Maas geht Ende April 2017 nach über 37 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand. Mit Wirkung zum 1. Mai 2017 wird Dietmar Bläsing neuer Sprecher der Vorstände der Volkswohl Bund Versicherungen. 

mehr ...

Immobilien

Investitionen in Immobilien: Die globalen Trends

Das globale Investitionsvolumen in Immobilien wird 2017 trotz Angebotsmangels weiter steigen. Dadurch werden die Preise mittelfristig stabil bleiben. Cushman & Wakefield erwarten für das kommende Jahr mehr Dynamik.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank holt Citigroup-Manager Moltke in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat James von Moltke (48) zum neuen Finanzvorstand ernannt. Er war bisher Treasurer der amerikanischen Bank Citigroup und soll seinen Posten bei der Deutschen Bank im Juli dieses Jahres antreten.

mehr ...

Berater

Deutscher Bankenrettungsfonds schließt 2016 mit Gewinn ab

Der im Zuge der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 geschaffene Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS), der von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) verwaltet wird, schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 98,6 Millionen Euro ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

HTB Gruppe bringt weiteren Immobilien-Zweitmarktfonds

Die Bremer HTB Gruppe startet ab sofort mit dem Vertrieb des neuen Immobilien-Zweitmarktfonds “HTB 8. Immobilien Portfolio”. Der alternative Investmentfonds (AIF) ist bereits der siebte Publikums-AIF von HTB.

mehr ...

Recht

ZIA fordert bei Crowdinvesting stärkeren Verbraucherschutz

Der ZIA bemängelt, dass Crowdinvesting durch die bisherige Regulierung privilegiert ist, auf Kosten des Verbraucherschutzes. Der Ausschuss fordert unter anderem eine Prospektpflicht. Diese Forderungen widersprechen den Ansichten des Bundesverband Crowdfunding.

mehr ...