20. Dezember 2011, 17:33
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ifs-Institut: Baulandpreise ziehen an

Die zunehmende Neubautätigkeit hat die Preise für Bauland nach einer Analyse des ifs Städtebauinstituts in 2010 und 2011 ansteigen lassen. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres kletterte die Zahl der Baugenehmigungen um 22 Prozent.

Haus-jg-paar-shutt 45329677-127x150 in ifs-Institut: Baulandpreise ziehen anNach Angaben des ifs begann die Trendwende bereits im Jahr 2010. Nach Rückgängen in 2008 und 2009 seien die Preise für baureifes Land in 2010 und in diesem Jahr wieder deutlich gestiegen. Während im Bundesdurchschnitt ein Quadratmeter baureifes Land 2009 noch 122 Euro kostete, musste man 2010 dafür 130 Euro aufwenden. Das entspricht einer Preissteigerung von 6,2 Prozent. Dieser Trend scheint sich in 2011 nach vorläufigen Zahlen fortzusetzen, so das Städtebauinstitut.

Die Ursachen für den Anstieg der Preise und Umsätze liegen laut ifs in der zunehmenden Neubautätigkeit. Die Baugenehmigungen seien in 2010 um 5,5 Prozent auf rund 188.000 Wohnungen angestiegen. Dieser Aufstieg gewann in den ersten neun Monaten 2011 mit rund 22 Prozent oder 30.000 zusätzlichen Wohnungen deutlich an Fahrt. Getragen werde diese Entwicklung vom Ein- und Zweifamilienhausbau und dem Bau von Eigentumswohnungen, die in 2010 zusammen 130.000 Wohnungen oder über zwei Drittel der Neubautätigkeit ausmachten.

Sowohl bei den Baugenehmigungen wie bei den Baufertigstellungen hätten die Schwerpunkte 2010 in Bayern (rund 42.000 genehmigte und 33.000 fertig gestellte Wohnungen), Nordrhein-Westfalen (36.000 genehmigte und 34.000 fertig gestellte Wohnungen) und Baden-Württemberg (rund 29.000 genehmigte und 24.000 fertig gestellte Wohnungen) gelegen. In diesen drei Ländern seien zusammen mehr Wohnungen fertig gestellt oder genehmigt worden als in den übrigen 13 Ländern.

Bei der regionalen Verteilung der Preise für baureifes Land falle für 2010 vor allem das Ost-West-Gefälle auf. Am teuersten ist Bauland in Hamburg mit durchschnittlich 489 pro Quadratmeter gefolgt von Berlin mit 241 Euro pro Quadratmeter, Bayern mit 223 Euro pro Quadratmeter und Baden-Württemberg mit 195 Euro pro Quadratmeter. Am unteren Ende der Preisskala rangieren Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 24 Euro pro Quadratmeter, Thüringen mit 33 Euro pro Quadratmeter und Sachsen mit 38 Euro pro Quadratmeter. (bk)

Foto: Shutterstock

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