Angebotspreise für Wohnimmobilien haben massiv zugelegt

Wohnimmobilien werden derzeit spürbar teurer. In den letzten drei Monaten sind die Angebotspreise für Häuser und Wohnungen massiv angestiegen. Das gilt vor allem für die großen Metropolen, wo sie um bis zu fünf Prozent angezogen haben. Das spiegelt der aktuelle Angebotspreisindex IMX von Immobilienscout24.

Michael-Kiefer-Immobilienscout24

Die Angebotspreise für Häuser und Wohnungen sind im letzten Quartal bundesweit spürbar angestiegen. So wurden etwa Wohnungen im Gebäudebestand rund zwei Prozent teurer angeboten als noch vor drei Monaten. Die Hauspreise sind im selben Zeitraum um knapp ein Prozent angestiegen. Damit erreichen die Wohnungs- und Hauspreise mit 107,6 beziehungsweise 103,1 die höchsten Werte seit Indexerstellung.

Von diesem Trend profitieren laut Immobilienscout24 auch die Angebotspreise im Neubaubereich, die zuletzt eher stagnierten. Die Preiskurven für neu gebaute Häuser und Neubauwohnungen zeigen im ersten Quartal 2012 wieder deutlich nach oben: Insbesondere die Preise für Neubauwohnungen sind bundesweit um beinahe fünf Prozent angestiegen. Hierbei handelt es ich es sich jedoch teilweise auch um einen saisonalen Effekt, der im Neubaubereich regelmäßig im Frühjahr zu beobachten ist.

Metropolen treiben Preiswachstum für Wohnimmobilien

Treiber des bundesweiten Preiswachstums sind vor allem die großen Metropolen. Dort sind die Angebotspreise im letzten Quartal am deutlichsten angestiegen. Die höchsten Preissteigerungen in den Metropolen der letzten drei Monate für Wohnungen im Gebäudebestand im Überblick (laut IMX):

1. München: plus 5,4 Prozent

2. Berlin: plus 4,9 Prozent

3. Köln: plus 4,3 Prozent

4. Hamburg: plus 2,8 Prozent

5. Frankfurt: plus 2,4 Prozent

„Das Interesse an deutschen Immobilien ist bei Käufern aus dem In- und Ausland weiterhin ungebrochen hoch. Insbesondere Wohneigentum in den großen Städten ist gefragt. Doch dort wird das Angebot immer knapper und das lässt die Preise weiter steigen. In vielen Core-Lagen der Großstädte beobachten wir bereits seit längerer Zeit Verkäufermärkte mit geringem Angebot bei hoher Nachfrage“, erläutert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung & Immobilienmarktforschung bei Immobilienscout24.

Der IMX wird auf Basis von über zehn Millionen Immobilienangeboten gebildet. (te)

Foto: Immobilienscout24

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