10. Februar 2012, 08:07
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Heimatverbundene institutionelle Investoren

Der jüngste Studie des Investmenthauses Schroder Property zeigt, dass Deutschland und Westeuropa bei Immobilienanlegern in der ersten Jahreshälfte 2012 oben auf der Agenda stehen, während die weiter entfernt liegenden Regionen wie Asien, die USA und auch Osteuropa etwas ins Abseits rücken.

Michael J. Ruhl, Schroder Property

Michael J. Ruhl, Schroder Property

Demnach kommen bei 90 Prozent der insgesamt 112 befragten Versicherungen, Kreditinstitute, Family Offices und Pensionskassen kommen deutsche Immobilien ins Portfolio. Fast ebenso viele Immobilieninvestoren (88 Prozent) gaben in der Untersuchung an, in Westeuropa als Region anlegen zu wollen. Jeweils knapp ein Viertel (24 Prozent) der Befragten planen in Immobilien in Nordamerika und Osteuropa anzulegen, 21 Prozent in Asien.

Auffällig sei, dass als einzige Übersee-Region Australien in der Gunst der Investoren steigt. 14 Prozent der Befragten planen demnach im ersten Halbjahr 2012 auf dem Kontinent zu investieren. “Das liegt vor allem an der stabilen Wirtschaft und der wenig volatilen Währung”, kommentiert Michael Ruhl, Geschäftsführer der Schroder Property KAG.

“Die geplanten Anlageentscheidungen der von uns befragten Immobilieninvestoren reflektieren auch unsere Prognosen, die gutes Wachstum auf den europäischen Märkten prognostizieren. Wir gehen für 2012 von Renditen von rund sechs Prozent für europäische Immobilienanlagen in den Lagen abseits der Top-Städte aus – hier sollten Anleger aufgrund der steigenden Nachfrage mit maximal fünf Prozent rechnen”, so Ruhl weiter.

Bei den Anlageklassen machen laut Schroder Property Investitionen in Einzelhandelsimmobilien das Rennen: 80 Prozent der befragten Immobilieninvestoren möchten im ersten Halbjahr 2012 dort anlegen. Verglichen mit den derzeitigen Portfoliobeständen zeichne sich hier ein Anstieg ab. In den Ergebnissen werde zudem deutlich, dass auch verstärkt institutionelle Anleger in Wohnimmobilien anlegen möchten. Mittlerweile beabsichtigen 43 Prozent der von Schroder Property Befragten in diesen Sektor zu investieren. Abgeschlagen erscheinen Industriegebäude – nur einer in fünf Befragten Immobilieninvestoren legt darauf sein Augenmerk.

Seite 2: Sicherheit auch bei institutionellen Investoren ein Thema

Das Thema Sicherheit spielt der Untersuchung zufolge auch bei den institutionellen Investoren eine wichtige Rolle. Über 80 Prozent aller Befragten Immobilienanleger möchten im ersten Halbjahr 2012 auf Nummer sicher gehen und planen in Core-Portfolien anzulegen – also Investitionen in exklusive Innenstadtlagen in Metropolen wie dem Londoner Westend, Paris oder Frankfurt mit lang laufenden Mietverträgen bester Bonität zu tätigen. Nur zwölf Prozent der institutionellen Investoren scheuen demnach das hohe Risiko nicht und beabsichtigen künftig beispielsweise in klassische Projektentwicklungen (Risikoklasse “Opportunistic”) zu investieren.

“In 2012 erwarten wir auf den europäischen Immobilienmärkten einen enormen Wettbewerb um attraktive Objekte. Die wirtschaftliche Unsicherheit treibt viele Anleger in Richtung Betongold, aber das Angebot ist knapp. In der Jahresmitte könnten Banken aufgrund von Nachfinanzierungen unter Druck geraten – das könnte für zusätzliches Angebot sorgen. Wir gehen davon aus, dass neben wohlhabenden Privatinvestoren auch Stiftungen und Family Offices ihren Immobilienanteil erhöhen, während andere institutionelle Anleger das kommende Jahr nutzen werden, um ihre Portfolios zu optimieren”, kommentiert Ruhl abschließend. (te)

Foto: Schroder Property

1) Die Studie wurde im Auftrag von Schroder Property unter 112 Immobilien-Investoren durchgeführt. Zu den Befragten gehören Vermögensverwalter, Versicherungen, Dachfonds, Family Offices, IFAs, Pensionskassen, Volksbanken, Sparkassen, Stiftungen und Versorgungswerke. Zeitraum der Durchführung: Juni 2011.

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