Anzeige
25. Januar 2012, 16:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierung: Sicherheit steht im Vordergrund

Die Baufinanzierungskosten sind zum Jahresende 2011 nach Angaben des Finanzdienstleisters Dr. Klein erstmals seit dem Frühjahr wieder leicht gestiegen. Im Vordergrund stehe für Immobilienkäufer dabei der Aspekt der Sicherheit.

Haus-hand-shutt-127x150 in Baufinanzierung: Sicherheit steht im VordergrundDas geht aus den Ergebnissen des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB) hervor. Demnach erhöhte sich die monatliche Darlehensrate im Dezember 2011 gegenüber dem Vormonat im Schnitt um acht Euro auf 673 Euro. Die durchschnittliche Darlehenshöhe für einen Immobilienkredit wird mit 151.000 Euro beziffert. Der Zuwachs der Standardrate ist laut Dr. Klein auf die Volatilität an den Finanzmärkten zurückzuführen.

„Entsprechend ist dieser geringe Kostenanstieg von rund 1,2 Prozent nicht als Trendwende nach oben, sondern eher als schwankende Seitwärtsbewegung zu interpretieren. Die Einflussfaktoren der Baufinanzierungszinsen, wie die Entwicklung deutscher Staatsanleihen, deuten aktuell nicht auf einen kurzfristigen Zinsanstieg hin“, erläutert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, Lübeck. Analog zur leicht steigenden Standardrate habe sich der durchschnittliche Tilgungssatz leicht auf 1,95 Prozent verringert (November 2011: 1,99 Prozent).

Zudem zeigt die Analyse, dass die Deutschen weiterhin auf lange Zinsbindungsfristen setzen. Wie schon im Vormonat blieb die durchschnittliche Sollzinsbindung laut Dr. Klein auch im Dezember mit 11 Jahren und neun Monaten auf dem höchstem Niveau seit Beginn der DTB-Erhebung. Gegenüber Dezember 2010 habe sie sich sogar um ein ganzes Jahr erhöht. Dies verdeutliche, dass das Thema Sicherheit bei den Deutschen einen sehr hohen Stellenwert hat.

Schon der Wert von Dezember 2010 habe deutlich über den Werten vieler anderer Länder gelegen. „Sicherlich ein Grund, weshalb der deutsche Immobilienmarkt so stabil – jener dieser Länder hingegen so krisenbehaftet ist. Insbesondere südeuropäische Staaten und die USA nutzen zur Immobilienfinanzierung größtenteils variable Darlehen“, so Gawarecki. Dies zeige auch, dass die aktuellen Diskussionen über den Sinn oder Unsinn variabler Finanzierungen in Deutschland nur einen minimalen Teil der Bevölkerung beträfen – der Großteil der Bürger setze auf Sicherheit. Das Interesse an variablen Darlehen verharre dementsprechend auf sehr niedrigem Niveau. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Ja, der Meinung bin ich auch.Wenn man so viel Geld investiert, muss man schon sicher sein können, dass es nicht irgendwann nichts mehr wert ist.

    Kommentar von Sandra Meier — 26. Januar 2012 @ 16:20

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...