12. Juli 2012, 12:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IMX: Angebotspreise für Wohneigentum auf neuem Höchststand

Der massive Preisanstieg für Wohneigentum setzt sich auch im zweiten Quartal 2012 weiter fort. Vor allem Wohnungen und Häuser im Bestand werden deutlich teurer angeboten als im Vorjahr. Das zeigt der Angebotspreisindex IMX aus dem Juni des Portals Immobilienscout24.

IMX: Angebotspreise für Wohneigentum auf neuem Höchststand

Demnach erreichen die Angebotspreise für Wohnungen mit 122,9 (Neubau) und 109,04 (Bestand) Punkten im zweiten Quartal 2012 die höchsten Werte seit Indexerstellung. Der IMX für Häuser schließt im Juni unverändert mit 109,4 (Neubau) beziehungsweise leicht steigend mit 103,8 (Bestand) Punkten. Damit, so das Portal, setzt sich der Aufwärtstrend für fast alle Immobilien ungebremst fort. Lediglich bei den Preisen für neu gebaute Häuser scheint der eigenen Erhebung zufolge mittlerweile die Preisobergrenze gefunden zu sein.

IMX: Angebotspreise für Wohneigentum auf neuem Höchststand

IMX: Angebotspreise für Wohneigentum auf neuem Höchststand

Eine weitere zentrale Erkenntnis aus dem IMX: Inzwischen steigen im Bundesdurchschnitt die Kaufpreise für Wohnungen deutlich stärker als die Mietpreise. Während die durchschnittlichen Mieten für Wohnungen in den letzten drei Monaten nur um rund 0,7 Prozentpunkte teurer wurden, liegt die Steigerung bei den Kaufpreisen im Bestand im selben Zeitraum bei 1,8 Prozentpunkten.

Besonders auffällig ist hierbei die Situation in den Großstädten. “In den Metropolen trifft ein hoher Nachfragedruck auf ein schrumpfendes Angebot an Kaufobjekten, insbesondere in den guten Lagen. Das treibt die Preise massiv nach oben. Mit dieser hohen Dynamik können die Mietmärkte vor Ort nicht mehr Schritt halten, denn vielerorts sind höhere Mieten einfach nicht mehr bezahlbar”, erläutert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung & Immobilienmarktforschung bei ImmobilienScout24.

“Vor allem in München oder Hamburg haben sich die Kaufpreise deutlich von den Fundamentalwerten entfernt. Dies ist jedoch bei dem derzeitigen Nachfrageüberhang noch kein Grund zur Sorge. Solange das geringe Angebot auf eine sehr hohe Nachfrage trifft und die Zahlungsbereitschaft vorhanden ist, besteht keine Gefahr eines überhitzungsbedingten Preisrückgangs. Dennoch sollte man die Entwicklung auf diesen Immobilienmärkten sehr wachsam beobachten”, so Kiefer weiter.

Die höchsten Kaufpreissteigerungen in den Metropolen der letzten drei Monate für Wohnungen im Gebäudebestand im Überblick (laut IMX):

1. Berlin: plus 4,1 Prozent

2. München: plus vier Prozent

3. Hamburg: plus 3,6 Prozent

4. Frankfurt: plus 3,5 Prozent

5. Köln: plus zwei Prozent

Seite 2: So sieht die Fünf-Jahres-Entwicklung des IMX aus.

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Die Käufer folgen dem Herdentrieb und das treibt die Preise. Ein wenig Individualität wäre sicher nicht verkehrt. Es gibt genug schöne und vor allem lukrative Objekte in der Peripherie.

    Kommentar von Jan Lanc — 13. Juli 2012 @ 10:45

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Gewerbeversicherung: “Trend zu mehr Online-Abschlüssen”

Für den Abschluss von Gewerbeversicherungen wenden sich 83 Prozent der Unternehmen an AO-Vermittler und Makler. Das und mehr zeigt eine aktuelle Studie der Managementberatung EY Innovalue. Cash. sprach mit Marco Gerhardt, Partner bei EY Innovalue, über weitere Ergebnisse und die Entwicklung der Branche.

mehr ...

Immobilien

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Beim Bau eines Hauses fallen Kosten für das Grundstück und den Hausbau sowie Nebenkosten für Steuern, Gebühren und Gutachten an. Die Konditionen der Finanzierung können einen Kredit teuer oder günstig machen. Ein großer Belastungsfaktor ist mittlerweile die Grunderwerbssteuer.

mehr ...

Investmentfonds

Verbraucherschützer: “Neustart” bei Regeln für Wertpapiergeschäfte

Die wachsende Zahl von Vorschriften für die Beratung von Bankkunden bei Wertpapiergeschäften ist aus Sicht von Verbraucherschützern wenig hilfreich – im Gegenteil. 

mehr ...

Berater

Wirecard sieht sich entlastet – Aktie legte kräftig zu

Der Zahlungsdienstleister Wirecard sieht sich nach einer Untersuchung wegen Korruptionsvorwürfe weitgehend entlastet. Die Prüfung durch die Kanzlei Rajah & Tann aus Singapur habe zu keinen Feststellungen zum sogenannten Round-Tripping oder Korruption geführt.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Kampfansage an Vermögensanlagen

Die BaFin hat verschiedene Arten von Vermögensanlagen-Emissionen in Bezug auf Bedenken für den Anlegerschutz “verstärkt im Blick”, genauer gesagt: fast alle. Sie droht sogar “Produktinterventionen” an, also Verbote. Ein Hammer. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
22.03.2019

RWB Group wird 20

Recht

Gehalt: So viel verdient Deutschland

Mit welchem Beruf zählen Fach- und Führungskräfte in Deutschland zu den Top-Verdienern und wie groß sind die regionalen Unterschiede beim Lohnniveau? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der Step Stone Gehaltsreport 2019 mit einem Überblick über die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter.

mehr ...