Baufinanzierung: Darlehenshöhe sinkt

Die durchschnittliche Darlehenshöhe einer Baufinanzierung ist nach den Ergebnissen des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB) im Monat Oktober gesunken. Die Standardrate blieb dagegen konstant.

Der Zinsanstieg für Baudarlehen legte im Monat Oktober eine Pause ein.

Nach der aktuellen Auswertung des DTB ging die durchschnittliche Darlehenshöhe im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 4.000 Euro auf 157.000 Euro zurück und liegt somit auf Vorjahresniveau. „Eine mögliche Erklärung für das Absinken der Darlehensrate bei nach wie vor hohen Kaufpreisen ist, dass für viele Erwerber günstigere Objekte in B-Lagen in den Fokus rücken. Käufer von Wohnimmobilien setzen vermutlich auch auf kleinere und insofern günstigere Wohnungen“, sagt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, Lübeck.

Die gesunkene Darlehenshöhe wurde laut Dr. Klein im Oktober mit geringfügig mehr Fremdkapital finanziert, da der durchschnittliche Beleihungsauslauf von 76,88 Prozent auf 77,64 Prozent angezogen habe. Mit 22,36 Prozent liege das für die Finanzierung eingesetzte Eigenkapital über den empfohlenen 20 Prozent für eine solide Baufinanzierung. Im Vorjahr lag der Beleihungsauslauf bei 78,61 Prozent.

Die durchschnittliche Standardrate liegt den Angaben zufolge im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 621 Euro. Dies ist die monatliche Rate, die für ein zehnjähriges Darlehen über 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und einem Beleihungsauslauf von 80 Prozent fällig wird. Die Monatsrate entspreche dem Vormonatswert, da das Zinsniveau im Oktober stabil geblieben sei. Die Standardrate liegt laut Dr. Klein um 23 Euro über dem Vorjahreszeitraum.

Tilgungshöhe geht leicht zurück

Der durchschnittliche Tilgungssatz ging im Oktober von 2,29 auf 2,26 Prozent zurück. „Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2013. Die Tilgung liegt aber weiterhin über den von Experten geforderten zwei Prozent, die für eine solide Baufinanzierung und rasche Abzahlung des Darlehens notwendig sind“, sagt Gawarecki. Die durchschnittliche Sollzinsbindung nahm geringfügig ab und liegt bei elf Jahren und drei Monaten.

Der Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz legte im Oktober leicht von 68,40 auf 68,63 Prozent zu, parallel kletterte der Anteil von Darlehen mit einem variablen Zinssatz von 2,87 Prozent auf 3,13 Prozent. Der Anteil an Forwardfinanzierungen sank von 10,99 auf 10,51 Prozent. (bk)

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Quelle Grafik: Dr. Klein;  Foto: Shutterstock

 

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