Anzeige
12. November 2013, 09:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinspolitik der EZB verbilligt Immobilienkredite

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins am Donnerstag von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent gesenkt. Deutsche Baufinanzierungskunden profitieren von niedrigen Darlehenszinsen.  Gastkommentar von Michiel Goris, Interhyp

Baufinanzierung

Die Leitzinssenkung der EZB schafft ein günstiges Umfeld für deutsche Immobilienkäufer.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins am Donnerstag von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent gesenkt. Damit folgen die europäischen Währungshüter der lockeren Geldpolitik der amerikanischen Notenbank. Die Entscheidung zeigt, dass die wirtschaftlichen und geldpolitischen Schwierigkeiten im Euroraum noch lange nicht ausgestanden sind. Für Immobilienkäufer bedeutet der Zinsschritt in Verbindung mit der zuletzt gesunkenen Rendite für deutsche Staatsanleihen, dass Baufinanzierungskunden derzeit von günstigen Zinsen für Immobilienkrediten profitieren.

Die Zinsen für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung sind in den vergangenen Tagen zum Teil bereits auf rund 2,5 Prozent gesunken, vor allem bei hohen Eigenkapitalanteilen. Damit haben sich Darlehen in den vergangenen zwei Monaten um rund 0,3 Prozentpunkte verbilligt.

Deutsche Staatsanleihen bleiben gefragt

Ausschlaggebend für die jüngste EZB-Entscheidung waren mehrere Faktoren. Unter anderem ist die Inflationsrate im Euroraum auf 0,7 Prozent gesunken – die niedrigste Inflationsrate seit vier Jahren. Die geringe Teuerungsrate ist ein deutliches Zeichen für eine niedrige Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen.

Die Anleger an den Märkten reagieren wie in den letzten Monaten auch: In Ermangelung an Alternativen investieren sie in Aktien und Staatsanleihen. Auch wenn sich einige Investoren zwischenzeitlich immer wieder an italienische und spanische Papiere getraut haben, so bleiben deutsche Staatsanleihen weiterhin der sichere Hafen. Die hohe Nachfrage sorgt dafür, dass die Renditen sinken. Zuletzt notierten zehnjährige Bundesanleihen bei rund 1,7 Prozent.

Baufinanzierung

Michiel Gories, Interhyp

Kurzfristig müssen Immobilienkäufer vor diesem Hintergrund eher nicht mit erheblich steigenden Konditionen für Immobilienkredite rechnen. Allerdings haben wir in diesem Jahr starke Schwankungen gesehen, zum Teil auch Zinserhöhungen um 0,5 Prozentpunkte innerhalb weniger Wochen. Wer ein Vorhaben plant, sollte die derzeit günstigen Zinsen nutzen und sie sich am besten langfristig sichern.

Baufi-Zinsen sinken wieder

Nachdem die Zinsen für Darlehen im September auf knapp drei Prozent gestiegen waren, können eigenkapitalstarke Immobilienkäufer im November für rund 2,5 Prozent finanzieren, zum Teil noch darunter. Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung sind für rund 1,7 Prozent erhältlich. Derart kurzfristige Finanzierungen kommen laut Interhyp jedoch nur für Anschlussfinanzierer mit einer geringen Restschuld oder Immobilienkäufer in Frage, die hoch tilgen können beziehungsweise Flexibilität benötigen.

Grundsätzlich rät Interhyp dazu, das aktuelle Zinstief zu nutzen, um die historisch niedrigen Konditionen für 10, 15 oder sogar 20 Jahre zu fixieren. So kosten Kredite mit 20 Jahren Zinsbindungen derzeit nur rund 3,3 Prozent. Ebenso gilt weiterhin die Empfehlung, Tilgungsraten von mindestens zwei Prozent zu vereinbaren. Diese sorgen für eine schnelle Entschuldung und minimieren das Risiko einer teuren Anschlussfinanzierung.

Michiel Gories ist Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, München.

Foto: Interhyp

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...