Anzeige
Anzeige
10. September 2013, 07:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilien erben und vererben – rechtzeitiges Planen fundamental

Deutschland steht vor einer großen Vererbungswelle. In den nächsten Jahrzehnten werden Vermögen in Höhe von mehr als 250 Milliarden Euro jährlich übertragen. Bei mehr als der Hälfte der Fälle werden auch Immobilien vererbt.

Die Kiefer-Kolumne

Erbe

“Viele Immobilienbesitzer befürchten vor allem den Kontrollverlust über das Vermögen”.

Die Politik hat die Erbengeneration bereits für sich entdeckt und plant, sich mit Steuereinnahmen vom Kuchen ein großes Stück abzuschneiden. Vor deutschen Gerichten steigt die Zahl der Streitfälle in Nachlassangelegenheiten stetig an. Und trotzdem machen sich noch immer die Wenigsten rechtzeitig zu diesem Thema Gedanken.

Vermögensnachnachfolge gestalten

Dabei gibt es genügend Möglichkeiten, seine Vermögensnachfolge bereits zu Lebzeiten im eigenen Sinne zu gestalten. Viele befürchten dabei den Kontrollverlust über das eigene Vermögen, doch davor kann man sich durchaus schützen. Richtig ist, dass Erbrecht und Erbschaftssteuerrecht kompliziert sind und speziell bei Immobilien der tatsächliche Wert des Nachlasses nur schwer zu bestimmen ist.

Deshalb ist es unbedingt notwendig, sich beizeiten Expertenrat einzuholen. Rechtsanwälte und Notare helfen bei der eindeutigen Formulierung des letzten Willens. Steuerberater informieren über die Steuerlast im Erbfall und beraten auch bei Schenkungen. Immobiliensachverständige ermitteln den Wert der Immobilie und geben somit Sicherheit in Punkto Wert des Immobilienvermögens.

Regelung im Todesfall – das Testament

Sobald wesentliches Vermögen und mehrere Erben vorhanden sind, ist es in jedem Fall ratsam, ein Testament zu errichten. Theoretisch reicht auch ein handschriftliches Testament aus.

Die Praxis zeigt jedoch, dass in vielen Fällen die oft laienhaften Formulierungen nicht eindeutig sind und wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt wurden. Es ist deshalb von Vorteil, mit Hilfe von Fachleuten ein eindeutiges und rechtssicheres Testament zu erarbeiten.

Bei einer Erbschaft sind immer Emotionen im Spiel – deshalb sollte besonders darauf geachtet werden, dass Missverständnisse oder Formfehler ausgeschlossen sind. Viele denken, dass ein Testament nur etwas für alte oder schwer kranke Menschen ist. Doch leider reißen Unfälle und schwere Krankheiten auch jüngeren Menschen mitten aus dem Leben.

Die emotionale Belastung für die Hinterbliebenen ist in diesem Fall besonders hoch. Hier hilft eine ordentliche Nachlassregelung, um die schwierigen Zeiten nach dem Todesfall etwas leichter bewältigen zu können.

Erbe zu Lebzeiten übertragen – die Schenkung

Eine gute Möglichkeit des kontrollierten Vermögensübergangs ist die vorzeitige Schenkung. Dabei besteht die Möglichkeit, nach 10 Jahren den Freibetrag bei der Erbschaftssteuer mehrmals auszunutzen.

Seite zwei: Kein Kontrollverlust über das Vermögen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

1 Kommentar

  1. Mediation für Erbschaft und Nachfolge:
    Oftmals ist der Familienfrieden nachhaltig gestört, weil in Erbfällen oft schwerwiegende Konflikte innerhalb der betroffenen Verwandtschaft entstehen.
    Mediation in Erbschaftsangelegenheiten ist deshalb einer gerichtlichen Nachlassregelung in vielen Punkten überlegen.
    Die gesetzliche Regelung von Erbschaftsverhältnissen berücksichtigt beispielsweise nicht den Bereich der persönlichen Beziehungen und Befindlichkeiten der Erbberechtigten.
    Allein aus diesem Grund empfiehlt sich die Erbschaftsmediation schon zu Lebzeiten des Erblassers. Denn nur dann können in die Nachlassregelung die Wünsche und Bedürfnisse aller Beteiligten einfließen.
    Die in der Erbschftafts-/Nachlaßmediation vereinbarten Lösungen bedürfen mitunter einer rechtlichen und steuerlichen Prüfung. Diese sollte dann von zugelassenen Experten durchgeführt werden.

    Kommentar von Franz K. Kern — 11. September 2013 @ 13:31

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...