8. August 2013, 08:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienerbe: Mehrheit der Empfänger kennt den Objektwert nicht

Bereits jeder fünfte Deutsche hat in den vergangenen Jahren eine Immobilie geerbt oder wird zukünftig ein Objekt erhalten. Immobilienscout24 hat Erben zu ihrem Umgang mit den hinterlassenen Immobilien befragt.

Immobilien erbenEin wesentlicher Teil der Bundesbürger wird eine Immobilie erben oder hat diese Situation sogar bereits erlebt.

Immobilienscout24 hat in einer repräsentativen Umfrage 1.073 Erben und zukünftige Erben durch das Marktforschungsinstitut Innofact zu ihrem emotionalen und rationalen Umgang mit dem Thema befragen lassen.

Für die große Mehrheit der Befragten kommen dabei vor allem die Optionen des Vermieten, des Selbstbewohnen oder der Verkauf in Betracht (je sieben von zehn Personen). Kaum ein Erbe könne sich dagegen vorstellen, die Immobilie abzureißen.

Ungeachtet der jeweiligen Entscheidung ist das Erben einer Immobilie für die meisten Deutschen eine emotionale Angelegenheit, so Immobilienscout24. Sei es, da sie selbst viel Zeit dort verbracht haben (44 Prozent) oder weil die Immobilie einem geliebten Menschen gehörte (42 Prozent). Nur die wenigsten Befragten (17 Prozent) hängen kaum oder gar nicht an dem Wohnobjekt.

Wert des Erbstücks unbekannt

Die Studie zeigt auch, dass weniger als die Hälfte der künftigen Erben (44 Prozent) bei Antritt des Nachlasses eine genaue oder relativ genaue Aussage über den Wert der Immobilie treffen können.

„Eine Immobilie gehört nicht nur zu den wertvollsten Erbstücken, sondern auch zu denen, die mit den meisten Emotionen verbunden sind“, sagt Michael Kiefer, Chefanalyst von Immobilienscout24. „Dennoch ist es unerlässlich, den realistischen Wert der Immobilie zu bestimmen, um zu einer fundierten Entscheidung zu kommen, was mit dem Erbe passieren soll. Das gilt vor allem dann, wenn es um die Themen Erbauseinandersetzung oder Erbschaftssteuer geht.“

Es gebe eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den Marktwert einer Immobilie zu bestimmen. Die Mehrzahl der Befragten vertraut neben dem Expertenwissen eines Gutachters oder Sachverständigen (46 Prozent) auf die eigene Recherche (43 Prozent). “Eine Option, die kostengünstiger als das Konsultieren von Experten ist und dabei zuverlässiger als die eigene Ermittlung, ist die Online-Immobilienbewertung”, so Kiefer.  In nur wenigen Schritten könne vom heimischen Computer aus der Marktwert der Immobilie bestimmt werden.

Während 71 Prozent der künftigen Erben das eigene Bewohnen des Objektes in Erwägung ziehen, entschließen sich der Umfrage zufolge letztendlich 60 Prozent wirklich zu einem Einzug in das Haus oder die Wohnung. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

83,4 zu 78,6: Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter

Die aktuellen Sterbetafeln zeigen, dass die Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen ist. Das zeigen die neuesten Statistiken des Statistischen Bundesamtes. Die Entwicklung hat auch Folgen für die gesetzliche Rente und die private Altersvorsorge. Besonders hoch ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg.

mehr ...

Immobilien

So gelingt eine sichere Baufinanzierung

Bauherren wissen: Vorsicht ist besser als Nachsicht, gerade wenn es um die Baufinanzierung geht. Wie die Corona-Pandemie zeigt, können sich die Umstände plötzlich verändern. Welche Finanzierungsrisiken Hauskäufer vorab mit einkalkulieren sollten, verrät Ralf Oberländer, Finanzierungsexperte der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: Was hat die US-Notenbank mit dem Raumschiff Enterprise zu tun?

Bei der Bekämpfung von Wirtschaftsdellen ist das Leitzinsschwert der Fed ziemlich stumpf geworden. Mittlerweile setzt sie auf voluminöse Anleiheaufkäufe. Sie drücken nicht nur die Kreditzinsen für schuldenfinanzierte Konjunkturpakete. De facto stellen sie Staatsfinanzierung dar. Doch die erhoffte Wunderheilung ist wenig wundervoll. Konsum, Beschäftigung und Inflation in Amerika fassen nur mühsam Tritt, wenn überhaupt. Da muss die nächste geldpolitische Rakete gezündet werden. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Erneute Durchsuchung bei Wirecard

Wirecard hat einem Zeitungsbericht zufolge erneut Besuch von der Staatsanwaltschaft München I bekommen. An der Durchsuchung am Dienstag sollen auch Beamte des Bundeskriminalamtes beteiligt gewesen sein, wie die “Süddeutsche Zeitung” schreibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin bestellt Abwickler für Acada-Geschäfte

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits mit Bescheid vom 1. September 2020 zur Abwicklung des durch die mittlerweile insolvente Adcada GmbH, Bentwisch, unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts einen Abwickler bestellt. Das machte die Behörde nun auf ihrer Website bekannt.

mehr ...

Recht

Rente im Ausland: Das müssen sie beachten

Der 1. Oktober ist Tag der Senioren oder einfach Weltseniorentag. Er wurde 1990 durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Älteren zu würdigen. Immer mehr deutsche Rentner zieht es zur Rückschau auf die Lebensleistung dauerhaft in andere Länder. Sich zur Ruhe setzen, wo andere Urlaub machen? Was dabei zu beachten ist.

mehr ...