4. März 2013, 16:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gutachten: Indirekte Immobilienanlagen reduzieren Risiken

Indirekte Immobilienanlagen können Anlagerisiken reduzieren. Eine Vielfalt entsprechender Vehikel wirkt stabilisierend für Immobilienmärkte. Für die Anleger ist die Vertriebsfähigkeit des Produkts sowie Qualität des Vertriebs zentral, so ein heute präsentiertes Gutachten der Irebs International Real Estate Business School.

Steffen-Sebastian-Irebs in Gutachten: Indirekte Immobilienanlagen reduzieren Risiken

Professor Steffen Sebastian, Irebs

Mit der Studie “Volkswirtschaftliche Bedeutung von indirekten Immobilienanlagen” haben die Autoren Professor Dr. Tobias Just, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienwirtschaft sowie Geschäftsführer der Irebs Immobilienakademie und Professor Dr. Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung sowie Geschäftsführer des Irebs Institut für Immobilienwirtschaft eigenen Aussagen zufolge zum ersten Mal wissenschaftlich belastbare Fakten zur Bedeutung indirekter Immobilienanlagen für die Volkswirtschaft vorgelegt.

Das Gutachten wurde mit Blick auf die zunehmende Regulierung von Immobilienanlagevehikeln in Deutschland (vor allem durch das kommende Kapitalanlagegesetzbuch KAGB) gemeinsam von ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, VGF Verband Geschlossene Fonds, BVI Bundesverband Investment und Asset Management und dem Bundesverband der Immobilien-Investment-Sachverständigen in Auftrag gegeben.

“Die Vielfalt der indirekten Immobilienanlagen wirkt für die Immobilienmärkte stabilisierend, weil das Transaktionsverhalten sowie der Zugang zu Eigenkapital bei den unterschiedlichen indirekten Vehikeln nicht gleich läuft. Die Schwäche eines Instruments wurde in den vergangenen Jahren durch die Stärke eines anderen zumindest teilweise kompensiert”, erläutert Just eines der zentralen Studienergebnisse.

Über die unterschiedlichen Anlageformen hinweg nennen die Autoren die Vertriebsfähigkeit des Produkts sowie die Qualität des Vertriebs selbst als wichtige Stellschrauben zur Vermeidung von Klumpenrisiken für Anleger. “Aus unserer Sicht ist eine anreizökonomische Regulierung des Vertriebs effizienter als eine Überregulierung der Produkte”, erläutert Sebastian. Und weiter: “Nur bei Anforderungen an Qualität und Transparenz der Information dürfen keine Abstriche gemacht werden. Deswegen sollte für alle Produkte eine Bewertung durch einen Sachverständigenausschuss obligatorisch sein und die Gutachten auch verpflichtend veröffentlicht werden.”

Aus Anlegerperspektive können dem Irebs-Gutachten zufolge mit indirekten Immobilienanlagen Risiken reduziert werden. Hierzu müssten Immobilien-Portfolios jedoch hinreichend groß sein, wie etwa bei offenen Immobilienfonds sowie bei bestimmten REITs und Immobilienaktiengesellschaften. Bei weniger diversifizierten Fonds sei eine vergleichbare Risikostreuung durch eine Anlage in mehrere Fonds zu erreichen. Für geschlossene Fonds empfiehlt das Gutachten deshalb unter anderem eine maximale Beteiligungshöhe am Anlagevehikel in Prozent des Gesamtvermögens der Anleger. (te)

Foto: Irebs

1 Kommentar

  1. Der SEB Immoinvest ist nicht der einzige Fond der bewiesen hat das die Immofonds sich nicht lohnen.

    Kommentar von Jan Lanc — 6. März 2013 @ 13:38

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ausreißer oder Serienschaden? Elementarschäden werden Normalität

In der öffentlichen Wahrnehmung werden die mittlerweile üblichen Herbst-Stürme kaum noch beachtet. Kein Wunder, denn die Gefahr „Sturm“ ist als „Klassiker“ in aller Regel ohne Selbstbeteiligung im Hausrat- oder Wohngebäudetarif mitversichert. Ein Beitrag von Michael Neuhalfen, Leiter Vertrieb ALTE LEIPZIGER

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Aktienmärkte: Hohe Volatilität dank überzogener Bewertungen

Das derzeit zu beobachtende Hin und Her an den Aktienmärkten führt Axel Botte, Marktstratege beim französischen Vermögensverwalter Ostrum Asset Management, auf zwei Faktoren zurück: das Ende des ersten Halbjahres und die hohen Bewertungen.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...