Mieten für Top-Wohnimmobilien in Emerging Markts mit größter Dynamik

Im vergangenen Jahr haben sich die Mieten für Top-Wohnimmobilien in den wichtigsten Städten der Welt im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 5,1 Prozent verteuert. Das berichtet die internationale Immobilienberatung Knight Frank. Demnach haben die Mieten im vierten Quartal 2012 allein um 1,6 Prozent zugelegt.

Eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten sowie ein begrenztes Objektangebot in den etablierten Märkten und steigende Immobilienpreise in den aufsteigenden Märkten hätten viele Kaufinteressenten in die Miete getrieben, so die Interpretation von Knight Frank.

Der Prime Global Rental Index, mit dem die Immobilienberater die Miet-Performance von Top-Wohnimmobilien in 16 Städten globaler Bedeutung misst, liegt nunmehr 20 Prozent über dem Tiefpunkt der Finanzkrise im Frühjahr 2009. Seitdem sind die Mieten in Hongkong am stärksten (42,2 Prozent), in Moskau (3,3 Prozent) am geringsten gestiegen. Hongkong konnte 2012 auch mit den höchsten Preissteigerungen aufwarten.

Erwerbs- und Finanzierungskosten in asiatischen Metropolen gestiegen

Unter den Top-Metropolen weist 2012 lediglich London einen Mietverlust auf. Laut Knight Frank haben die Turbulenzen in der Eurozone und anhaltende Unsicherheiten im Finanzsektor die Mieten in der britischen Hauptstadt um 3,2 Prozent nach unten gedrückt. Auf einigen asiatische Luxusimmobilienmärkten sind die Transaktionskosten beim Kauf und die Finanzierungszinsen im vergangenen Jahr in die Höhe geschnellt. Daher sind etliche Kaufinteressenten auf den Mietmarkt ausgewichen. Entsprechend sind die Mieten für Topwohnungen und Luxushäuser in Hongkong, Singapur und Peking im vierten Quartal 2012 nach Zahlen von Knight Frank um 4,9 Prozent, 0,7 Prozent respektive 2,5 Prozent gestiegen. Ein Jahr zuvor lagen die Mietänderungen in diesen Städten demnach bei minus 5,9 Prozent, 0,1 Prozent und einem Prozent.

„Ausländer, die Wohnimmobilien in Honkong erwerben möchten, müssen mittlerweile bis zu 25 Prozent Kaufnebenkosten berappen“, sagt Kate Everett-Allen aus dem internationalen  Research für Wohnimmobilien in Großbritannien bei Knight Frank. „In Singapur sind die Nebenkosten für Käufer außerhalb des Stadtstaates auf fast 18 Prozent gestiegen. Für Ausländer ist deshalb die Miete eine immer attraktivere Alternative zum Kauf“, erläutert sie weiter.

Quelle: Knight Frank

Mietsteigerungen in London, New York und Zürich erwartet

Auch Unternehmen entschieden sich aus Kostengründen bei der Anmietung für ihre Mitarbeiter mittlerweile eher für kleinere Flächen. So ist nach Zahlen von Knight Frank beispielsweise die Nachfrage nach Top-Mietobjekten für weniger als 2.500 Euro pro Monat in Schanghai sehr hoch. Obwohl die aufstrebenden Städte Nairobi (17,9 Prozent), Dubai (14,3 Prozent) und Peking (8,5 Prozent) das aktuelle Ranking anführen (siehe Tabelle), sehen die Immobilienberater für 2013 eher Chancen für steigende Mieten in einigen etablierten westlichen Städten mit knappem Objektangebot, besonders in London, New York und Zürich. (te)

Foto: shutterstock.com

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