Top-Wohnimmobilien: Globales Mietwachstum schwächt sich ab

Nach Angaben der Immobilienberatung Knight Frank haben sich die Mieten für Top-Wohnimmobilien in den wichtigsten Städten der Welt Ende März 2013 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 3,8 Prozent verteuert.

In Dubai legten die Mieten bei Top-Immobilien weltweit am stärksten zu.

Im ersten Quartal 2013 legten sie lediglich um 0,2 Prozent zu. Das ist der niedrigste Quartalszuwachs seit Ende 2009.

Stärkstes Wachstum in Emerging Markets

Während die Spitzenmieten für beste Objekte in vielen Emerging Markets stark anziehen, sinken sie in einigen der wichtigsten Finanzzentren der Welt wie in Hongkong, New York und London.

In Dubai, Nairobi und Peking sind die Mieten im Jahresvergleich um 18,3 Prozent, 13,9 Prozent und 12,3 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum haben sie in Hongkong, New York und London um -2,3 Prozent, -2,6 Prozent sowie um -3,1 Prozent nachgegeben.

Westliche Finanzzentren schwächer

„Die Mietmärkte in den westlichen Finanzzentren leiden darunter, dass viele Unternehmen ihre Budgets für die Wohnungen ihrer Führungskräfte wegen sinkender Gewinne im Finanzsektor gekürzt haben“, sagt Kate Everett-Allen aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien in Großbritannien bei Knight Frank.

Der Prime Global Rental Index, mit dem Knight Frank die Miet- Performance von Top-Wohnimmobilien in 16 weltweit bedeutenden Städten misst, liegt trotz der geringeren Wachstumsquote im ersten Quartal 2013 nunmehr 20,3 Prozent über dem Tiefpunkt der Finanzkrise im Frühjahr 2009.

Zunehmende Nachfrage im Nahen Osten, Afrika und Asien

Die globale Mobilität steigt, und multinationale Konzerne entsenden immer mehr Führungskräfte ins Ausland. Dabei steigt der Anteil der Mitarbeiter, die von West nach Ost wechseln.

Entsprechend beeinflussen Unternehmen immer stärker die Nachfrage nach hochwertigen Wohnimmobilien auch in den wichtigsten Märkten im Nahen Osten, in Afrika und Asien.

In diesen drei Regionen haben sich die Mieten für Top- Wohnimmobilien im Jahresvergleich durchschnittlich um 13,1 Prozent, 7 Prozent und 3,1 Prozent verteuert.

In Europa und Nordamerika zeigt sich ein anderes Bild mit einem Plus von 0,9 und einem Minus von -0,7 Prozent. Hier liegen die Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate und die wirtschaftliche Erholung ist schwach.

Ausblick

„Da der Arbeitsmarkt in den USA anziehen soll und sich erste Anzeichen für ein besseres Geschäftsklima in der Eurozone abzeichnen, könnten sich die Mieten in New York und eventuell auch in London in der zweiten Jahreshälfte 2013 wieder verbessern“, sagt Everett-Allen.

Insgesamt geht Knight Frank davon aus, dass die Mietsteigerungen in den Emerging Markets in nächster Zeit die Rankings anführen werden, denn etablierte Unternehmen aus Europa und den USA sind bestrebt, in diesen Ländern zu expandieren. (mh)

Foto: Shutterstock

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