Anzeige
Anzeige
17. Dezember 2013, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Mieten steigen weniger stark als Kaufpreise

Die Wohnimmobilienpreise in deutschen Großstädten sind in den letzten fünf Jahren im Schnitt um 30 Prozent gestiegen, so ein aktueller Report von Immobilienscout24. Der Zuwachs der Mieten fällt dagegen deutlich geringer aus.

Wohnimmobilienpreise

Am höchsten ist das Preisniveau laut Immobilienscout24 in München, Freiburg und Regensburg.

Nach den Ergebnissen des “Immobilienreport 2013” von Immobilienscout24 sind Käufer in Bayern bundesweit mit den stärksten Preissteigerungen konfrontiert. Mit rund 63,4 Prozent Anstieg in den letzten fünf Jahren sei Regensburg Spitzenreiter bei der Preisentwicklung. Auf den weiteren Plätzen folgen Ingolstadt (56,7 Prozent), Fürth (54,9 Prozent), München (48,8 Prozent) und Nürnberg (48,2 Prozent).

Und auch bei der Höhe liegt Bayern vorne: Das teuerste Pflaster ist München, wo derzeit durchschnittlich 4.155 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Danach folgen Freiburg (2.974 Euro), Regensburg (2.766 Euro), Hamburg (2.720 Euro) und Heidelberg (2.665 Euro).

Die Gründe für die stark steigenden Immobilienpreise sind nach Ansicht von Michael Kiefer, Chefanalyst bei ImmobilienScout24, mehrschichtig: “Staatsanleihen oder Tagesgeldkonten bringen heute fast keine Zinsen mehr. Wer auf der Suche nach einer sicheren und wertstabilen Geldanlage ist, dem bleibt fast nur die eigene Immobilie. Hinzu kommen sehr günstige Finanzierungskonditionen, durch die viele Menschen erstmals in der Lage sind, sich eine Immobilien zu kaufen.”

Preise ziehen den Mieten davon

Auffällig sei, dass die Kaufpreise in deutschen Großstädten fast flächendeckend deutlich stärker steigen als die Neuvertragsmieten. “Lediglich in eher strukturschwachen Regionen beobachten wir eine gegenteilige Entwicklung”, so Kiefer. Besonders drastisch sei die Situation in Regensburg. Dort seien die Kaufpreise um 50 Prozent stärker gestiegen als die Mieten. “Hier sind die Kaufpreise nicht mehr durch die Fundamentaldaten gedeckt. Wer hier zu teuer kauft, muss mit deutlich sinkenden Renditen rechnen”, mahnt Kiefer.

Im Mietbereich zeichnet sich laut Immobilienscout24 ein anderes Bild. So seien die Neuvertragsmieten in den deutschen Großstädten in den letzten fünf  Jahren im Schnitt lediglich um 13 Prozent gestiegen. Die stärksten Steigerungen habe es vor allem in Regionen mit überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum, aber mit noch relativ günstigem Mietpreisniveau gegeben. Spitzenreiter bei der Mietpreisentwicklung sind den Angaben zufolge Wolfsburg (37,7 Prozent), Ingolstadt (31,5 Prozent), Berlin (28,9 Prozent), Kassel (27,9 Prozent) und Fürth (27,3 Prozent).

“Der Mietmarkt ist vor allem durch eine regionale Nachfrage gekennzeichnet. Deshalb beobachten wir die stärksten Mietanstiege in Städten, die zuletzt einen starken Zuzug erlebt haben. Da im selben Zeitraum jedoch nur wenig neuer Wohnraum entstanden ist, reagiert der Markt entsprechend”, erläutert Kiefer.

Auch für Mieter ist München das teuerste Pflaster. An der Isar werden laut Immobilienscout24 im Schnitt 12,11 Euro netto kalt bei der Neuvermietung verlangt. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankfurt/Main (10,26 Euro), Freiburg (9,44 Euro), Stuttgart (9,43 Euro) und Heidelberg (9,23 Euro). Für den Immobilienreport 2013 hat Immobilienscout24 über zwei Millionen Angebotsdaten ausgewertet. Die aktuellen Preise beziehen sich auf das dritte Quartal 2013. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Insurtechs: Friday und Friendsurance vereinbaren Kooperation

Der Berliner Online-Makler Friendsurance und der digitale Kfz-Versicherer Friday arbeiten künftig zusammen. Das teilen die beiden Insurtechs mit. Durch die Kooperation soll die Kfz-Versicherung demnach günstiger und kundenfreundlicher werden.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Die Top Fünf Edelmetall-Fonds

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten steigt und damit auch die Nachfrage nach Edelmetallen, insbesondere Gold. Fonds bieten eine liquide Lösung für Anleger, die ihr Portfolio um Edelmetalle ergänzen wollen. Cash. hat die Bewertungen der Top Fünf Fonds von Morningstar und Citywire miteinander verglichen.

mehr ...

Berater

Netfonds erweitert Beraterplattform

Wie der Hamburger Maklerpool Netfonds mitteilt, hat er seine Beraterplattform Fundsware Pro ausgebaut. Demnach wurde das Analysetool “Tarifair” integriert, das den Vergleich alter und neuer Tarife im Kompositbereich nach Verbraucherschutzkriterien ermöglichen soll.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...