Anzeige
1. Dezember 2014, 15:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

F+B-Mietspiegelindex: Anstieg setzt sich fort

In Deutschland steigen die Mieten weiter. Im vergangenen Jahr sind die ortsüblichen Vergleichsmieten um 1,7 Prozent gestiegen und damit etwas stärker als im Vorjahr, so das Ergebnis des F+B-Mietspiegelindex.

Entwicklung Wohnungsmieten

Das Mietniveau für Wohnungen aus dem Bestand hat nach Angaben des Researchinstituts F+B im bundesweiten Durchschnitt um 1,7 Prozent zu gelegt.

Das Niveau der Wohnungsmieten in Deutschland ist weiter gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle F+B-Mietspiegelindex 2014 des Researchinstituts F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt. Dabei handele es sich um die einzige Auswertung aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland.

Demnach haben die ortsüblichen Vergleichsmieten im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent zugelegt. Analysiert wurden die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln. Für den F+B-Index wurden die Niveaus der im Bestand derzeit gezahlten Mieten für insgesamt 337 Städte und Gemeinden ausgewertet.

Teuerste Metropolen: München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg

Die teuerste Großstadt ist nach wie vor München. “Die Münchner zahlen durchschnittlich 10,32 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Bestandswohnungen und liegen damit 64 Prozent über den 6,28 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“, erläutert Dr. Michael Clar, Geschäftsführer von F+B.

Ebenfalls weit oben auf der Rangliste seien neben weiteren Städten im Münchner Umland die Metropolräume Stuttgart (Rang fünf), Köln (Rang sieben), Frankfurt/Main (Rang acht) und Hamburg (Rang zwölf). In Stuttgart lägen die Mieten mit 8,24 Euro pro Quadratmeter um 31 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt, in Köln und Frankfurt mit 7,97 und 7,90 Euro um rund 27 Prozent und in Hamburg müssten Mieter durchschnittlich 7,70 Euro und damit 23 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

“Der F+B-Mietspiegelindex spiegelt hiermit auch die Wohnungsmarktsituation in den Wirtschaftsmetropolen Deutschlands wider”, so Clar. “Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht mehr neue Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und die Mieten steigen.”

Berlin im Vergleich relativ günstig

Vergleichsweise günstig ist das Wohnen in der Hauptstadt. In den westlichen Stadtteilen Berlins kosten Bestandswohnungen nach Angaben von F+B momentan im Schnitt 6,04 Euro, in den östlichen 5,65 Euro pro Quadratmeter. “Allerdings ist die Größe Berlins zu berücksichtigen. Es gibt hier zum Teil sehr teure Wohnungen, zum Beispiel in der Innenstadt, aber auch günstigere am Stadtrand. Der Mittelwert liegt deshalb in einer enormen Mietpreisspanne”, erklärt Clar.

Steigende Mieten seien auf insgesamt niedrigerem Preisniveau auch für ostdeutsche Großstädte feststellbar. Erfurt, Rostock und Jena liegen demnach auf den Rangplätzen 78 bis 93 mit einer Durchschnittsmiete bei von rund 6,10 bis 6,20 Euro pro Quadratmeter beim Schnitt aller Mietspiegelstädte.

Die übrigen ostdeutschen Großstädte rangierten aber überwiegend darunter. So zahle man etwa in Potsdam im Schnitt 5,94 Euro pro Quadratmeter und liege damit beim Berliner Niveau. In Schwerin und Dresden liege die Durchschnittsmiete bei 5,62 und 5,48 Euro pro Quadratmeter. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...