26. Juni 2014, 12:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gunderwerbsteuer behindert Bildung von Wohneigentum

Wohneigentum ist in den meisten Regionen erschwinglich – trotz steigender Immobilienpreise. Möglich ist dies durch das historisch niedrige Zinsniveau. Steigende Kaufnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer erschweren Interessenten allerdings die Eigentumsbildung und sind investitionshemmend.

Michael-NeumannQualitypool in Gunderwerbsteuer behindert Bildung von Wohneigentum

Michael Neumann, Geschäftsführer Qualitypool: “Gute Makler zeigen ihren Kunden verschiedene Finanzierungsalternativen auf.”

“Der Erwerb von Wohneigentum ist ein wichtiger Bestandteil der privaten Altersvorsorge”, sagt Michael Neumann, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. “Der Staat unterstützt dies mit der Eigenheimrente, dem sogenannten Wohn-Riester. Dass einige Bundesländer Anfang 2014 die Grunderwerbsteuer erneut erhöht haben und Hessen und das Saarland ebenfalls eine weitere Anhebung vorsehen, scheint dem ursprünglichen Ansinnen entgegen zu laufen.”

Ausnahmen nur bei Erbschaften und Schenkungen

Das Argument, mit dieser Steuer die Immobilienmärkte regulieren zu wollen, sei nur konsequent, sofern bei sinkender Nachfrage die Steuer reduziert würde. Die Grunderwerbsteuer wird bei Erwerbsvorgängen von unbebauten oder bebauten Grundstücken, von Gebäuden auf fremdem Grund (u.a. Ferienhäuser auf Pachtgelände) und von grundstücksgleichen Rechten wie Sondernutzungsrechten und Erbbaurechten erhoben. Ausnahmen von der Besteuerung erfolgen nur bei Erbschaften, Schenkungen oder Erwerbsvorgängen zwischen Ehe- beziehungsweise Lebenspartnern oder Personen, die in gerader Linie verwandt sind.

Bildschirmfoto-2014-06-26-um-12 00 07 in Gunderwerbsteuer behindert Bildung von Wohneigentum

Seit 2006 legen Bundesländer Grunderwerbsteuer selbst fest

Zwischen 1998 und dem 1. September 2006 lag die Grunderwerbsteuer bundesweit bei einem Einheitssatz von 3,5 Prozent des Kaufpreises. Seit September 2006 dürfen die Bundesländer den Steuersatz selbst festlegen. Allein Bayern und Sachsen haben ihn bei 3,5 Prozent belassen. Spitzenreiter ist derzeit Schleswig-Holstein mit 6,5 Prozent. Zum 1. Januar 2014 wurde die Grunderwerbsteuer in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein angehoben.

“Für Berlin bedeutet dies, dass Erwerber bei dem Erwerb einer Immobilie mit einem Kaufpreis von 150.000 Euro mit einem Satz von 6,0 Prozent inzwischen 9.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlen müssen”, erklärt Neumann. “Im vergangenen Jahr wären hierfür bei dem damaligen Satz von 5,0 Prozent 7.500 Euro fällig gewesen.” Zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 31. März 2012 hätten Erwerber bei einem Satz von 4,5 Prozent 6.750 Euro zahlen müssen.

Foto: Qualitypool

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Generali Deutschland und Deutsche Vermögensberatung sind top im Kundenservice

Die Generali Deutschland Versicherung und die AachenMünchener Lebensversicherung sind gemeinsam mit ihrem langjährigen exklusiven Vertriebspartner, der Deutschen Vermögensberatung, die Nummer 1 im erlebten Kundenservice. Das ist das Ergebnis der aktuellen Kundenbefragung „Service Champions“.

mehr ...

Immobilien

Immobilien kommen bei Berliner Winter-Auktionen zum Aufruf

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) lädt am 12. und 13. Dezember 2019 zu ihren Winter-Auktionen ins abba Berlin Hotel ein. Insgesamt 94 Immobilien aus neun Bundesländern kommen mit einer Mindestgebotssumme von rund 12,7 Millionen Euro zum Aufruf. Neben Wohn- und Geschäftshäusern, Eigentumswohnungen und Grundstücken befinden sich auch ausgefallene Immobilien auf der Auktionsliste. Den Schwerpunkt bilden Bahnobjekte.

mehr ...

Investmentfonds

KfW und Allianz Global Investors lancieren Afrika-Dachfonds

Die KfW Entwicklungsbank und Allianz Global Investors legen Fonds für gemeinsame Investitionen in afrikanische Unternehmen auf.

mehr ...

Berater

Thomas Haukje neuer BDVM-Präsident

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) hat satzungsgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Auf dem Präsidenten-Posten gab es einen Wechsel.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weiterer Aufsichtsrat für Crowdinvesting-Startup

Die Hamburger KlickOwn AG hat Worna Zohari, ehemals Vorstand des Immobilienunternehmens Gagfah und CEO der BGP Gruppe, als Mitglied des Aufsichtsrates gewonnen. Das Unternehmen plant eine weitere Crowdinvesting-Plattform mit Hilfe der Blockchain-Technologie.

mehr ...

Recht

Wegen Thomas Cook: Bundesrepublik wird verklagt

Im September beantragten der Reiseveranstalter Thomas Cook sowie diverse seiner Tochterunternehmen Insolvenz. Doch das Geld der Versicherung von Thomas Cook wird nicht ausreichen, um alle Betroffenen zu entschädigen. Die Kanzlei Mutschke hat deshalb jetzt im Namen einer Reisenden Klage wegen Staatshaftung gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht.

mehr ...