16. Mai 2014, 10:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

KfW: Fördervolumen sinkt im Jahresvergleich leicht

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Frankfurt am Main, erreicht mit ihrer Fördertätigkeit im ersten Quartal 2014 laut eigenen Angaben ein Volumen von 13,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das Volumen noch bei 15,6 Milliarden Euro.

KfW in KfW: Fördervolumen sinkt im Jahresvergleich leicht

Das inländische Förderungsvolumen der KfW schrumpfte im ersten Quartal 2014.

Die Neuzusagen für das internationale Geschäft sind laut KfW von 3,3 auf 3,8 Milliarden Euro (plus 16 Prozent) gestiegen, beigetragen haben hierzu insbesondere das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung (plus 23 Prozent) und der Geschäftsbereich Entwicklungsbank (plus elf Prozent).

Wenig Nachfrage im Inland

Das Anzahl der Zusagen in der inländischen Förderung liegt dagegen aufgrund zurückhaltender Finanzierungsnachfrage unter anderem in den Bereichen Infrastruktur- und Unternehmensfinanzierung mit 10,0 Milliarden Euro (12,2 Milliarden Euro) unterhalb des Vorjahresniveaus. Davon unberührt liegen die Schwerpunkte des Fördergeschäfts unverändert auf Mittelstands-, Klima- und Umweltfinanzierungen, so die KfW.

Reaktionen auf volkswirtschaftliche Entwicklungen

“Der Rückgang zeigt, dass die Nachfrage nach KfW-Förderungen auf konjunkturelle Rahmenbedingungen reagiert und subsidiär atmet. Erfreulich ist, dass besonders die Export- und Projektfinanzierung trotz des aktuell herausfordernden wirtschaftspolitischen Umfelds gestiegen ist”, sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Ertrag im Abwärtstrend – KfW bewertet Ergebnis positiv

Die Ertrag lag im ersten Quartal 2014 bei von 391 Millionen Euro (erstes Quartal 2013: 463 Millionen Euro). Vorstandsvorsitzender Schröder bewertet das Ergebnis positiv: “Die Ertragsentwicklung der KfW im ersten Quartal 2014 war erfreulich und bewegt sich insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen.”

Prognose: Kosten werden steigen

Für den Rest des Jahres erwartet Schröder steigende Ausgaben: “Wir gehen für den weiteren Jahresverlauf unter anderem von einem Anstieg des Kreditrisikovorsorgebedarfs aus und erwarten erste Anlaufkosten aus den erforderlichen Maßnahmen zur KWG-Anwendung in der KfW, die zu Steigerungen in den Verwaltungskosten führen werden. Demzufolge ist eine Hochrechnung des Quartals- auf das Jahresergebnis nicht möglich”, sagt Dr. Schröder.

Der Gesetzgeber verabschiedete 2013 ein Gesetze dessen Ziel es ist, wesentliche bankenaufsichtsrechtliche Normen des Kreditwesengesetzes (KWG) auf die KfW anwendbar zu machen und die Aufsicht über die Einhaltung dieser Normen der BaFin zuzuweisen.

Niedrigeres Betriebsergebnis

Das KfW-Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderleistungen) beträgt im ersten Quartal 2014 507 Millionen Euro (Erstes Quartal 2013: 641 Millionen Euro).

Risikovorsorge belastet Erträge nicht

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft hat die Ertragslage mit 37 Millionen Euro (Erstes Quartal 2013: 38 Millionen Euro) nach Angaben der KfW nur in geringem Umfang belastet.

Das Beteiligungs- und Wertpapierergebnis beträgt laut KfW in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 42 Millionen Euro (Erstes Quartal 2013: 78 Millionen Euro). Die Bilanzsumme liegt mit 464 Milliarden Euro ungefähr auf dem Niveau des 31. Dezembers 2013 (464,8 Milliarden Euro). (st)

Foto: KfW Bankengruppe

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Hanse Merkur und HM Trust unterzeichnen UNPRI

Die HanseMerkur und ihre Asset Management-Tochter HM Trust AG haben die sechs Grundsätze der Vereinten Nationen für verantwortliches Investieren, die UN Principles for Responsible Investment, kurz UNPRI, unterzeichnet. Damit verpflichten sich beide Unternehmen zu einem Investitionsverhalten, das der finanziellen Relevanz ökologischer und sozialer Kriterien sowie Fragen einer guten Unternehmensführung Rechnung trägt und den Weg zu einem nachhaltigeren globalen Finanzsystem ebnet.

mehr ...

Immobilien

Kosten und Gewinnaussichten von Pflegeimmobilien

Sebastian Reccius, Vorstandsmitglied der DI Deutschland.Immobilien AG, über den Alterswohnsitz als Vorsorgeform und Kapitalanlage sowie den Kaufprozess.

mehr ...

Investmentfonds

Amundi bringt neue Nachhaltigkeits-ETF auf Xetra

Amundi, hat auf Xetra acht neue Aktien-ESG-ETFs gelistet und damit das Angebot an nachhaltigen Investments ausgebaut. Alle neuen ETFs werden zu Konditionen ab 0,15 Prozent laufenden Kosten angeboten.

mehr ...

Berater

Neues Zinstief wegen Corona

Die Corona-Krise hat zu einem bisher beispiellosen Einbruch der Wirtschaft in vielen Ländern geführt. Notenbanken haben hierauf mit einer weiteren massiven Lockerung ihrer Geldpolitik reagiert, um die ökonomischen Folgen der Pandemie abzumildern.

mehr ...

Sachwertanlagen

Corona: Nicht nur Kreuzfahrtschiffe schwer gebeutelt

Wegen der Corona-Krise haben die Reedereien so viele Schiffe stillgelegt wie noch nie. Weltweit seien gegenwärtig 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt, heißt es in einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg.

mehr ...

Recht

“Hate Speech”: Digitalisierung braucht auch Ethik

Hasskommentare, Beleidigungen und kriminelle Drohungen sind im Internet an der Tagesordnung. Mit dem reformierten Netzwerkdurchsetzungsgesetz sollen sich Nutzer nun besser wehren können. Doch der Staat legt die Beurteilung, was tatsächlich “Hate Speech” ist, in die Hände der Netzwerkbetreiber. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Sascha Hesse

mehr ...