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2. Mai 2014, 09:00
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„Bezahlbaren Wohnraum schaffen“

Das Immobilienunternehmen Westgrund AG, Berlin, kauft und verwaltet Wohnportfolios in Deutschland. Cash. sprach mit Vorstand Arndt Krienen über den aktuellen Bestand.

Arndt Krienen Vorstand Westgrund AG in „Bezahlbaren Wohnraum schaffen“

Arndt Krienen, Westgrund AG

Die Westgrund AG zählt momentan deutschlandweit 7000 Wohnungen zu ihrem Bestand. Wo befinden sich die Immobilien und welches Volumen verbirgt sich dahinter?

Krienen: Unsere Wohnungsbestände befinden sich in Berlin, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Mit unserem Portfolio erwirtschaften wir jährlich eine Nettokaltmiete von 25 Millionen Euro. Das derzeitige Wertvolumen beträgt rund 320 Millionen Euro. Wir stehen grundsätzlich Immobilienkäufen in ganz Deutschland offen gegenüber. Einzige Ausnahme sind Bayern und Baden-Württemberg. In diesen Bundesländern sind die Kaufpreise momentan so hoch, dass uns Investitionen nicht rentabel erscheinen.

Welche Mietergruppe sprechen Sie mit Ihrem Wohnungsbestand an?

Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum außerhalb der teuren Standorte wie München und Hamburg zu schaffen. Unsere Wohnungen sind durchschnittlich 60 bis 65 Quadratmeter groß und werden sowohl von Familien als auch von Singles aus dem klassischen Mittelstand gemietet.

Welche Faktoren müssen Wohnportfolios aufweisen, damit Sie sie kaufen?

Die Immobilien, die wir erwerben, müssen Wertsteigerungspotenzial durch den Abbau von Leerständen und eine Verbesserung des Gebäudemanagements bieten. Wir erwerben günstige Wohnanlagen aus dem Bestand und zahlen in der Regel das Acht- bis Zwölffache der Jahresmiete. Dies beschert unseren Investoren Bruttorenditen von rund acht bis zwölf Prozent pro Jahr.

Die Bundesregierung plant die Einführung einer Mietpreisbremse. Wie würde sich ein Mietdeckel auf Ihre Einnahmen auswirken?

Einige unserer Wohnungsbestände befinden sich in Gebieten, in denen die Mietpreisbremse greifen könnte. Wir legen allerdings bei unseren Investitionen tendenziell mehr Wert auf effiziente Nutzung der Gebäude als auf Mietpreissteigerungen, zudem liegt das Mietniveau nicht an der Obergrenze. Daher werden die Einnahmen der Westgrund AG durch die Mietpreisbremse nicht geschmälert.

Die Westgrund AG ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Wie soll sich das Unternehmen zukünftig entwickeln?

Innerhalb der kommenden drei Jahre wollen wir unser Wohnportfolio auf 25.000 bis 30.000 Einheiten erweitern. Das breite Angebot und ein anhaltend niedriges Zinsniveau ermöglichen uns, dieses Ziel zu erreichen. 2.500 unserer jetzigen Wohneinheiten befinden sich in Berlin. In Zukunft wollen wir vermehrt in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen – besonders in Dresden, Leipzig und Halle – investieren.

Wie finanzieren Sie den Kauf weiterer Wohnportfolios?

Wir haben vor Kurzem mit der Norddeutschen Landesbank Kreditverträge im Wert von rund 40 Millionen Euro abgeschlossen, um bestehende Darlehen mit kurzen Laufzeiten umzufinanzieren. So nutzen wir das günstige Zinsniveau, um unseren Immobilienbestand langfristig zu finanzieren. Unser größter Eigenkapitalgeber hält momentan 49 Prozent der Aktien. Wir sind derzeit auf der Suche nach neuen privaten und institutionellen Investoren.

Interview: Sarah Steiner

Foto: Westgrund AG

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