Anzeige
Anzeige
4. März 2015, 13:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Britische Immobilien sicherer Hafen für dreckiges Geld

Ausländische Firmen, die in Großbritannien Immobilien kaufen, sollten offenlegen müssen, wer die eigentlichen Eigentümer sind. Damit könnte das Risiko verringert werden, dass schmutziges Geld für den Kauf verwendet wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Transparency International UK.

London Shutterstock 155567879-Kopie in Britische Immobilien sicherer Hafen für dreckiges Geld

In London gibt es 40.725 Immobilien, die ausländischen Firmen gehören. Davon haben 89 Prozent ihren Sitz in Steueroasen.

Insgesamt hat Transparency International zehn Maßnahmen empfohlen, die Kriminelle davon abhalten sollen, die Gelder aus illegalen Aktivitäten durch britische Immobilien zu waschen.

So sollte es eine Obergrenze für den Kauf mit Bargeld geben. Auch sollten Immobilienmakler den Hintergrund von Käufern und Verkäufern überprüfen, heißt es in der am Mittwoch vorgelegten Studie.

Ein Prozent der Geldwäscheflüsse entdeckt

Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Strafverfolger lediglich ein Prozent der gesamten Geldwäscheflüsse entdecken, erklärte Transparency International. Gleichwohl hat die britische Polizei in den letzten zehn Jahren Ermittlungen bei Immobilien im Wert von über 180 Millionen Pfund (248 Millionen Euro) durchgeführt.

Eine große Herausforderung dabei ist, dass viele Luxusimmobilien Firmen gehören, die in Steuerparadiesen registriert sind, die nicht offenlegen, wer die wahren Eigentümer sind. Damit wird es schwierig, illegale Investments zu identifizieren.

“Unsere Daten legen nahe, dass die Quellen ausländischer Investments für die teuersten britischen Immobilien tendenziell aus solchen Regionen der Welt stammen, die im Inland mit erheblicher Korruption im öffentlichen Dienst zu tun haben”, sagte Nick Maxwell, Leiter der Analyse bei Transpareny International. Der Studie zufolge machen Investoren aus Osteuropa und Russland einen Großteil der Käufer teurer Londoner Immobilien aus.

“Verbesserung der Transparenz bei Firmen”

In London gibt es 40.725 Immobilien, die ausländischen Firmen gehören. Davon haben 89 Prozent ihren Sitz in Steueroasen wie den britischen Virgin Islands, Jersey und der Isle of Man. Offshore-Gesellschaften können der Studie zufolge für 1000 Dollar in weniger als 48 Stunden gegründet werden, mitunter ohne Identitätsdokumente.

Indessen untersucht die britische National Crime Agency, weshalb eine neue Steuer von bis zu 143.750 Pfund jährlich, die Eigentümer von Luxusimmobilien zahlen, damit ihr Name geheim bleibt, im vergangenen Jahr 100 Million Pfund einbrachte – fast fünfmal mehr als erwartet.

“Großbritannien hat zweifellos beeindruckende Fortschritte zur Verbesserung der Transparenz bei Firmen gemacht”, sagte Maxwell. Gleichwohl gebe es “klare Transparenzdefizite” bei den Immobilieninvestments geheimer Offshore-Gesellschaften.

Quelle: Bloomberg

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Financial Advisors Awards 2017: And the winners are…

Das Hamburger Medienhaus Cash. hat am 22. September im festlichen Rahmen der Cash.Gala die Financial Advisors Awards 2017 in sieben Kategorien für gleichzeitig innovative, transparente, vermittlerorientierte und kundenfreundliche Produkte der Finanzdienstleistungsbranche vergeben.

mehr ...

Immobilien

Fast vier von zehn Haushalten stark durch Mieten belastet

Fast vier von zehn Mieter-Haushalten in Deutschland müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Etwa jeder sechste Haushalt zahlt sogar mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete.

mehr ...

Investmentfonds

Das Risiko an den Märkten ist nicht größer geworden

Die Welt ist voller Unsicherheiten. Es ist jedoch kaum möglich, stichhaltige Argumente für die Auffassung zu finden, die Unsicherheit sei derzeit ungewöhnlich hoch. Hurrikane, geopolitische Konflikte, Unklarheit über den politischen Kurs und potenzielle Umwälzungen in der Wirtschaft hat es in praktisch jedem Jahrzehnt seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben, sagt Valentijn van Nieuwenhuijzen von NN Investment Partners.

mehr ...

Berater

AfW: Ehemaliger Vorstand Carsten Brückner verstorben

Der langjährige Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung AfW Carsten Brückner ist plötzlich und unerwartet verstorben. Seine Vorstandstätigkeit musste er Anfang dieses Jahres aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für DFV Hotel Weinheim

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Fonds „DFV Hotel Weinheim“ der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG aus Hamburg mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Das können Vermieter von der Steuer absetzen

Wer eine Immobilie vermietet, erzielt nicht nur Mieteinnahmen, sondern muss auch eine Reihe von Kosten tragen. Cash. gibt einen Überblick über die wichtigsten Positionen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

mehr ...