Anzeige
17. Dezember 2015, 09:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Und der Zinsberg gebar….eine Immobilie

Manchmal ist es mit den Prognosen ja doch ziemlich einfach: die Wetten standen 90:10, dass der Offenmarktausschuss den Leitzins erhöhen würde. Insofern sind der “historische Moment” oder gar der “Entzug eines Abhängigen” nette Umschreibungen für einen simplen ökonomischen Tatbestand.

Die Beyerle-Kolumne

Thomas-beyerle-750 in Und der Zinsberg gebar….eine Immobilie

Thomas Beyerle: “Der Hunger nach sicheren Anlagen, also Immobilien, hat durch die Fed-Entscheidung eher zu als abgenommen.”

In diesen Umschreibungen kommt vor allem eine gewisse Erleichterung zum Ausdruck, aber es spiegelt sich gleichwohl noch immer das tiefe Misstrauen ob dem Versagen der klassischen geldmarktpolitischen Instrumente seit dem Lehman-Desaster wider.

Fast auf den Tag genau sieben Jahre, nachdem die Fed die Leitzinsen auf den gegenwärtigen Korridor zwischen 0 und 0,25 Prozent gesenkt hatte, wurde damit die Zinswende eingeläutet. Vielleicht wäre der Begriff “homöopathische Dosierung” besser.

Gleichwohl geraten zwei Tatbestände leicht aus dem Fokus im Sog der Euphorie:

-> Die Ära niedriger Zinsen ist ganz und gar nicht vorbei. Diese Aussicht sorgte nicht nur für Freude an den Aktienmärkten, deren gute Entwicklung in den vergangenen Jahren viel mit der Niedrigzinspolitik der Fed zu tun hatte. Und auch bei den Immobilienakteuren – hüben wie drüben – ist diese Entwicklung letztlich eher eine Randnotiz.

-> So lange Mario Draghi und “seine EZB”, “so lange wie nötig” die Märkte mit Geld fluten werden, ist mit einem abrupten Anstieg oder gar Sprung bei den Immobilienzinsen nicht zu rechnen. Höhere US-Leitzinsen wirken sich zwar auch auf die Hypothekenzinsen in der Euro-Zone aus, aber nur in sehr geringem Maße. So lange sein QE-Programm läuft, wird die EZB den Leitzins nahe der Nulllinie belassen – Prognose bis Anfang 2017. Das ist gut für Immobilieninvestoren, sei es den Häuslebauer oder den institutionellen Investor, die ihre Immobilien entsprechend günstig finanzieren können. Aber es ist weiterhin schlecht für Sparer, weil letztlich sichere Anlagen kaum Geld abwerfen.

Seite zwei: Hunger nach Immobilien

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Digitalisierung: “Technische Infrastruktur wird Erfolgsfaktor”

Die Digitalisierung stellt Versicherer und Vertriebe vor enorme Herausforderungen. Denn neben dem Aufbau neuer IT-Strukturen oder effizienter Backend-Prozesse geht es auch um Prozesse zur Digitalisierung des Vertriebs und der Kundenbetreuung.

mehr ...

Immobilien

Brände zerstören Teile Kaliforniens – auch Thomas Gottschalks Haus betroffen

Gewaltige Brände im Norden und Süden Kaliforniens haben Hunderte Quadratkilometer Wald vernichtet und Tausende Häuser zerstört. Nach Angaben des kalifornischen Feuerwehrverbands CPF mussten rund 250.000 Menschen vor den Flammen fliehen. Auch die Häuser zahlreicher Prominenter sind betroffen.

mehr ...

Investmentfonds

Ölpreise steigen wieder

Nach den Verlusten der vergangenen Wochen, ziehen die Ölpreise wieder an. Das liegt unter anderem an dem knapperen Angebot. Ob die Opec-Mitglieder ihre Fördermenge in nächster Zeit reduzieren, ist unentschieden. Russland und Saudi-Arabien sind unterschiedlicher Meinung.

mehr ...

Berater

Bundesregierung warnt Banken vor hartem Brexit

Die Bundesregierung mahnt die Finanzbranche, sich trotz jüngster Lichtblicke bei den Brexit-Verhandlungen auf einen möglichen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU einzustellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP kauft drei weitere Pflegeheime

Die INP-Gruppe aus Hamburg hat drei Pflegeeinrichtungen der Wolf-Gruppe aus Eschwege, Hessen, übernommen. Zwei der drei Immobilien wurden für den offenen Spezial-AIF “INP Deutsche Pflege Invest” erworben, die dritte für einen Publikumsfonds.

mehr ...

Recht

PRIIP und die UCITS-KIID: Fallstricke in der Umstellung?

Das ifa-Ulm sieht bei der Umstellung von UCITS-KIID zu PRIIP-spezifischen Angaben neue Herausforderungen auf die Versicherer zukommen. Denn gerade beim Umgang mit laufenden Jahresbeiträgen liefern die technischen Regulierungsstandards keine klaren Vorgaben.

 

mehr ...