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16. Dezember 2015, 20:24
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US-Fed startet neue Zins-Ära

Die US-Notenbank Federal Reserve Bank (Fed) hat erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins erhöht und setzt damit einen neuen Zinszyklus in Gang.

Yellen in US-Fed startet neue Zins-Ära

Fed-Chefin Janet Yellen hat nach langem Zögern die Leitzinsen erhöht

Die Anhebung der Fed-Funds-Rate um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne zwischen 0,25 und 0,50 Prozent durch die Fed markiert nicht nur eine Wende in der Zinspolitik, sondern bedeutet auch den Start eines neuen Zinszyklus. Der Leitzins hatte seit Ende 2008, also kurz nachdem die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht hatte, in der Spanne zwischen 0,00 und 0,25 Prozent gelegen. Die letzte Zinsanhebung hatte es im Juni 2006 gegeben. Seit dem 16. Dezember 2008 befanden sich die US-Leitzinsen auf dem historischen Tiefstwert von 0,25 Prozent. Viel wichtiger als der Zinsschritt selbst ist die Tatsache, dass die heute verkündete Maßnahme eine nachhaltige Zinswende und den Beginn einer neuen Ära einleiten könnte. Auch wenn der Zinsschritt nicht groß ist, signalisiert er mehr als deutlich, dass die Geldbeschaffung nicht mehr quasi zum Nulltarif möglich sein wird.

Gelassene Reaktion der Märkte

Nach einem kurzen Absacken des Dow Jones legte das amerikanische Börsenbarometer bis zum Handelsschluss um 1,3 Prozent auf 17.449 Punkte zu. Auch der Dax stieg nachbörslich weiter an. Einen Tag nach dem Zinsentscheid konnte der Index für die wichtigsten deutschen Aktien erneut kräftig zulegen. Bis zum Mittagshandel ging es um 3,2 Prozent auf 10.805 Punkte nach oben. Auch der TechDax (plus 1,8 Prozent) und der Euro Stoxx (plus 2,8 Prozent) konnten deutlich zulegen.

Unterdessen blickt die Finanzwelt bereits in die nahe Zukunft des kommenden Jahres und stellt die Frage, wie der Zinszyklus in 2016 aussehen wird. “Der anstehende Zinssteigerungspfad wird graduell verlaufen. Die US-Wirtschaft erhält mindestens die nächsten drei Jahre noch Unterstützung von einer expansiven Geldpolitik. Ein weiteres Aufschieben der ersten Zinserhöhung hätte das Risiko eines verspäteten Aufbruchs bedeutet und womöglich unerwünscht starke Zinserhöhungen nötig gemacht. Die Fed handelt damit nach dem Motto: Wer ohne Stress ankommen will, sollte sich frühzeitig auf den Weg machen”, kommentiert Frank Hübner, stellvertretender Leiter Volkswirtschaft von Sal. Oppenheim, die Fed-Entscheidung.

Seite zwei: Wie es in 2016 weitergehen könnte

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