Mieten für globale Top-Wohnimmobilien steigen nur schwach

Die Mieten für Top-Wohnimmobilien sind weltweit nach Angaben der Immobilienberatung Knight Frank im vergangenen Jahr nur noch leicht gestiegen. Zum Ende des Jahres wurde sogar ein deutlicher Rückgang verzeichnet.

Das Mietniveau für Luxuswohnimmobilien wächst an vielen Standorten nur noch leicht oder sinkt sogar.

Der von Knight Frank herausgegebene Index für die Mieten von internationalen Top-Wohnimmobilien ist den Angaben zufolge im letzten Quartal 2014 stark gefallen.

Per Ende 2014 habe er im Vergleich zum Vorjahr nur ein Plus von 0,6 Prozent erzielt. Das ist nach Aussage der Immobilienberatung die niedrigste Wachstumsrate seit 2009.

In dem Index untersucht Knight Frank weltweit die Spitzenmieten im Wohnungssektor von 17 Städten.

Starker Rückgang in Moskau

Vor allem das Minus von 16 Prozent in Moskau habe den Index nach unten gezogen. Doch mit Wien, Genf, Singapur und Peking lagen laut Knight Frank noch vier weitere Städte in der Verlustzone.

Die Mieten in Moskau werden nach Angaben der Immobilienberatung in US-Dollar gemessen. Der hohe Mietverlust stehe in direktem Zusammenhang mit dem schwachen Rubel.

„Das schwache Ergebnis des Index unterstreicht die fragile Weltwirtschaft“, sagt Kate Everett-Allen aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien in Großbritannien bei Knight Frank. „Dennoch haben 12 von den 17 untersuchten Städten steigende oder konstante Mieten erzielt.“

Höchster Zuwachs in Tokio

Tokio führe das Ranking mit einem Jahresplus von 11,1 Prozent an. Japan habe sich Ende letzten Jahres aus der Rezession befreit. Zentrale Bezirke in Tokio wie Chiyoda und Minato erfreuten sich einer höheren Mieternachfrage, da die Bevölkerung stark wachse und viele Ausländer qualitativ hochwertige Wohnungen suchen.

In Hongkong haben die möglicherweise bald steigenden Zinsen in den USA und die anhaltenden Abkühlungsmaßnahmen auf den Immobilienmärkten nach Aussage von Knight Frank dazu geführt, dass viele Eigentümer ihre Wohnungen vermietet haben statt zu verkaufen. Das habe das Mietangebot nach oben und die Mietpreise nach unten getrieben.

Gutes Wachstum im Nahen Osten

Der Mietzuwachs von 8,1 Prozent in 2014 in Dubai konzentriere sich auf das erste Halbjahr. Abgesehen von der Ölindustrie sei die Nachfrage robust gewesen. Mit einer Performance von 6,5 Prozent liegt der Nahe Osten auch im Vergleich der Regionen an der Spitze.

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In Europa sind die Mieten für Topobjekte in London auf Jahressicht nach Angaben von Knight Frank um insgesamt 3,3 Prozent gestiegen. Dies sei der höchste Stand seit drei Jahren.

Europa spielt wichtige Rolle

Die Nachfrage für Spitzenwohnungen hängt nach Aussage von Knight Frank stark von der wirtschaftlichen Situation und den Beschäftigtenzahlen ab. Für die Performance des Index im laufenden Jahr werde Europa eine entscheidende Rolle spielen, denn es gebe noch etliche Unsicherheiten in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region.

„Obwohl der Grexit immer noch eine mögliche Variante ist, hat die Geschäftstätigkeit in der Eurozone fast den höchsten Punkt seit vier Jahren erreicht und der Deflationsdruck wurde zum Teil durch höhere Löhne gemildert“, sagt Everrett-Allen. „Das spricht für eine positive Entwicklung.“ (bk)

Foto: Shutterstock

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