Mieterbund: Mieterhöhungen landen häufiger vor Gericht

Mieter wehren sich vor Gericht immer häufiger gegen Mieterhöhungen. Das legt zumindest eine Statistik der DMB Rechtsschutz nahe, die der Deutsche Mieterbund am Mittwoch für die verbandseigene Versicherung verbreitete.

Knapp jede zehnte Rechtsberatung der deutschen Mietervereine dreht sich um das Thema Mieterhöhung.

Demnach waren 15,6 Prozent der DMB-Fälle 2014 Mieterhöhungsverfahren, so viele wie seit Jahren nicht. Noch häufiger wird allerdings über Vertragsverletzungen, Betriebskosten und Mietkautionen gestritten.

1,1 Millionen Rechtsberatungen in 2014

Demnach entfielen rund die Hälfte der 1,1 Millionen Rechtsberatungen im Jahr 2014 der örtlichen Mietervereine auf die Beratungsklassiker „Betriebskosten“ und „Wohnungsmängel“.

Die Beratungszahlen zum Thema Betriebskosten seien sogar noch einmal leicht gestiegen, auf nunmehr gut 34 Prozent. Heizkosten und Nebenkosten seien nach wie vor das dominierende Rechtsberatungsthema in den Mietervereinen.

Mieterhöhungen vierthäufigstes Beratungsthema

Das vierthäufigste Beratungsthema seien jetzt schon die Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete (9,5 Prozent). Darin würden sich die Entwicklungen auf den Wohnungsmärkten mit zuletzt stark steigenden Mieten widerspiegeln. Die „Mietpreisbremse“ habe für die Beratungen 2014 noch keine Rolle gespielt.

Einen Anstieg, wenn auch auf relativ niedrigem Niveau habe es auch bei Modernisierungsberatungen und Vermieterkündigungen gegeben.

Insgesamt ist die Zahl der Mietrechtsstreitigkeiten aber nach Zahlen des Statistischen Bundesamts zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen, wie der Mieterbund auch mitteilte.

Quelle: dpa-AFX / Deutscher Mieterschutzbund

Foto: Shutterstock

 

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