Warum Wohnungen von Profis vermietet werden sollten

Durch die Mietpreisbremse wird das Vermieten einer Wohnung zu einer sehr komplexen Angelegenheit, die mehr Zeit als bisher in Anspruch nimmt. Um sich im Regulierungsdschungel zurechtzufinden, brauchen private Vermieter künftig professionelle Unterstützung.

Gastbeitrag von Dr. Johannes Becher, Vendomo Deutschland

„Profis können viel schneller und preiswerter vermieten als Laien.“

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ihr Auto verkaufen und der Staat fordert von Ihnen per Gesetz, dass Sie den Wagen nur zu einem marktüblichen Vergleichspreis verkaufen dürfen. Was das genau bedeutet, definiert das Gesetz jedoch nicht.

Sie wissen nur, dass Sie bei einem zu hoch angesetzten Preis eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro und eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren riskieren. Die wenigsten würden wohl unter diesen Voraussetzungen den Mut aufbringen, ihr Auto selbst zu verkaufen und es stattdessen einem Profi überlassen.

Komplexes Gesetz

Was auf den Gebrauchtwagenmarkt nicht zutrifft, ist für Vermieter von Wohnimmobilien durch die kürzlich in Kraft getretene Mietpreisbremse bittere Realität geworden. Wie komplex das neue Gesetz ist, lässt das 40-seitige Erklärstück der zuständigen Ministerien zumindest erahnen. In diesem Papier wird unter anderem geschätzt, wie hoch der zeitliche Aufwand für einen privaten Vermieter ist, um im Regulierungsdschungel seine Wohnung vermieten zu können.

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Zwölf Stunden Vermietungsaufwand laut Ministerium

Pro Vermietung wird von durchschnittlich zehn Stunden für die Erstellung des Inserats, Terminvereinbarungen mit potenziellen Mietern, Besichtigungen, Vorbereitung des Mietvertrags und die Vorauswahl geeigneter Bewerber inklusive Kontaktaufnahmen ausgegangen. Hinzu kommen laut Behörde noch maximal zwei Stunden, um die Miethöhe nach den neuen Regeln zu bestimmen.

Seite zwei: 24 Stunden je Vermietung realistischer

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