22. Juli 2016, 08:25
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Baugeldzinsen fallen unter Ein-Prozent-Grenze

Auf der jüngsten Ratssitzung hat die EZB eine Ausweitung der Anleihe-Käufe angekündigt: Das milliardenschwere Kaufprogramm von Staats- und Unternehmensanleihen soll bis mindestens März 2017 laufen, notfalls auch darüber hinaus.

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Die expansive Geldpolitik der EZB und die Reaktion der Märkte auf den Brexit lassen die Baufinanzierungszinsen auf ein neues Rekordtief sinken.

“Die Aussicht auf weitere Anleihe-Käufe der EZB sowie die Unsicherheiten nach dem Brexit-Votum haben in den vergangenen Tagen zu erneuten Talfahrten bei Baugeld-Zinsen geführt”, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Spekulation auf fallende Zinsen wenig ratsam

So seien Darlehen über 200.000 Euro mit zehnjähriger Sollzinsbindung, bei 75-Prozent-Finanzierung und drei Prozent Tilgung, derzeit für einen Zins von 0,88 Prozent effektiv erhältlich. Unterstellt seien hierbei beste Bonität des Käufers und ein Objektwert von 270.000 Euro.

“In dieser Situation auf weiter fallende Zinsen zu spekulieren, ist wenig ratsam – vor allem nicht, wenn man ein passendes Objekt gefunden hat. Denn auf dem Immobilienmarkt gilt derzeit: Wer seine Finanzierung frühzeitig klärt und den Kauf direkt zusagt, verbessert seine Chancen, den Zuschlag zu erhalten”, erklärt Goris.

Zinstief zum Schuldenabbau nutzen

Das Unternehmen rate im jetzigen Zinstief zu hohen Anfangstilgungen von drei Prozent und mehr, um die Konditionsersparnis bestmöglich in den Schuldenabbau zu investieren.

Auch für Eigenheimbesitzer mit Bedarf für einen Anschlusskredit sei der Zeitpunkt perfekt, um die Darlehensbedingungen neu zu verhandeln und das nächste Darlehen an die aktuelle persönliche und finanzielle Situation anzupassen. (kl)

Foto: Shutterstock

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