Anzeige
Anzeige
30. Mai 2016, 15:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ein Jahr Bestellerprinzip: Weniger Makler betroffen als erwartet

Nach einer Umfrage von Immowelt sind weniger Immobilienmakler vom Bestellerprinzip betroffen als vor der Einführung angenommen. Mehr als die Hälfte der Makler bezweifelt, dass die Regelung die Mieter merklich entlastet hat.

Immobilienmakler-shutt 234680491 in Ein Jahr Bestellerprinzip: Weniger Makler betroffen als erwartet

Nur noch 19 Prozent der Immobilienmakler gaben in der aktuellen Befragung an, stark vom Bestellerprinzip betroffen zu sein.

Seit einem Jahr gilt das Bestellerprinzip. Seitdem muss bei einer Neuvermietung derjenige den Makler bezahlen, der ihn beauftragt hat.

In der Regel ist das der Eigentümer oder Vermieter der Immobilie. Mehr als die Hälfte der Makler (54 Prozent) lehnt die Gesetzesänderung immer noch ab.

Das zeigt der Marktmonitor Immobilien 2016 (MMI) von Immowelt, einem der führenden Immobilienportale. Bei einer Ad-Hoc-Umfrage im August 2015 lag die Ablehnung mit 63 Prozent noch etwas höher.

Nur 19 Prozent der Makler stark betroffen

Der Marktmonitor Immobilien 2016 zeigt aber auch, dass weniger Makler von der Gesetzesänderung betroffen sind als angenommen. Nur noch 19 Prozent der Immobilienprofis gaben in der Befragung an, stark vom Bestellerprinzip betroffen zu sein – im August waren es noch 37 Prozent.

Für gut ein Viertel (26 Prozent) der Befragten wirkt sich die Gesetzesänderung überhaupt nicht auf das Geschäft aus, weil sie die Provision auch vorher schon vom Vermieter bekommen haben oder weil die Vermietung von Immobilien nicht zu ihren Geschäftsfeldern gehört.

Erwartungsgemäß fiel den Maklern im Osten Deutschlands die Umstellung leichter: Hier gaben 18 Prozent der Befragten an, dass sie bereits vor der Gesetzesänderung die Provision vom Eigentümer erhalten hätten.

Im Süden war dies nur bei fünf Prozent der Immobilienprofis der Fall. Entsprechend fühlten sich im Osten nur 13 Prozent der Makler stark betroffen – im Süden waren es 22 Prozent.

Makler: Keine Entlastung für die Mieter

Mit dem Bestellerprinzip wollte die Bundesregierung Wohnungssuchende finanziell entlasten. Diesen Effekt stellt die Mehrheit der Makler infrage.

55 Prozent der Immobilienprofis bezweifeln, dass Mieter durch die Änderung merklich entlastet werden. 60 Prozent glauben sogar, dass die Mieten seit der Einführung des Bestellerprinzips gestiegen sind. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Studie: DSGVO verunsichert Assekuranz

Ein positives Kundenerlebnis, Kundenzufriedenheit und Kundenkommunikation werden für die Versicherer immer wichtiger. 70 Prozent intensivieren ihre Bemühungen, weil die Ansprüche der Kunden steigen. Eine große Rolle spielen dabei Kundendaten. Bis heute weiß aber jeder zweite Versicherer (50 Prozent) noch nicht, wie stark die Auswirkungen der DSGVO auf den operativen Betrieb sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Quadient Germany unter Versicherungsunternehmen.

mehr ...

Immobilien

Umsatz in der Bauindustrie wächst weiter kräftig

Der Immobilienboom und der Ausbau der Verkehrsnetze bescheren der Bauindustrie weiter gute Geschäfte. Im September stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 6,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

mehr ...

Investmentfonds

May sagt Abstimmung über Brexit-Deal ab

Die britische Premierministern Theresa May hat die für morgen (Dienstag) geplante Abstimmung des Parlaments über das Brexit-Abkommen abgesagt. Das berichtet die Nachrichtenagentur “Reuters”. Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte, Großbritannien habe “keine funktionierende Regierung mehr”.

mehr ...

Berater

Fintechs: Frankfurt fällt zurück – Berlin und München vorn

Die Bankenstadt Frankfurt fällt trotz aller Bemühungen für mehr junge Finanzfirmen hinter die Konkurrenz zurück. So heißt es in einer Studie der Bank Comdirect, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Anselm Gehling scheidet als CEO der Dr. Peters Group aus

Anselm Gehling (51), Chief Executive Officer der Dr. Peters Group in Dortmund, verlässt am Jahresende 2018 das Unternehmen und gibt zeitgleich alle Geschäftsführungspositionen ab. Die Nachfolgerin stammt aus der Familie Salamon. 

mehr ...

Recht

Einheitlicher Einbau von Rauchmeldern zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Wohnungseigentümer bei Bestehen einer landesrechtlichen Pflicht den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern in allen Wohnungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Wohnungen einbezogen werden, deren Eigentümer bereits Rauchmelder angebracht haben (Az.: V ZR 273/17).

mehr ...