Deutsche Immobilienaktien: Von den Grenzen des Wachstums

Bei deutschen Immobilienaktien ist die Nachfrage derzeit verhaltener als beispielsweise bei den offenen Immobilienfonds. Ihr Höhenflug hat zunächst einen Dämpfer bekommen. Dabei hatten die Kurse der großen Wohnimmobiliengesellschaften seit Jahresanfang 2016 deutlich zugelegt.

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Die Aktie von Vonovia etwa stürzte zuletzt ab.

Vonovia etwa, ehemals Deutsche Annington, verbuchte von Januar bis Mitte August einen Zuwachs um 33 Prozent. Die Aktie der Deutsche Wohnen AG legte in diesem Zeitraum um 39 Prozent zu, die von LEG Immobilien um 19 Prozent. Seitdem hat sich jedoch ein deutlicher Abwärtstrend etabliert.

Die Aktie von Vonovia etwa stürzte bis Mitte Dezember um gut 21 Prozent ab (Stichtag 8. Dezember). Auch die Kurse von Deutsche Wohnen und LEG Immobilien gingen fast parallel zurück.

Grenzen des Wachstums

Marktbeobachter vermuten, dass große Investoren sukzessive aussteigen und ein Ende der Aufwärtsbewegung insbesondere am deutschen Wohnimmobilienmarkt erwarten. Dies deckt sich zumindest im Prinzip mit den Einschätzungen vieler Experten, dass in den Metropolen das Preiswachstum eine gewisse Grenze erreicht hat.

Auch die erwartete Zinserhöhung durch die Fed wird als Signal gesehen, dass künftig höhere Zinsen die rege Investitionstätigkeit an den Immobilienmärkten drosseln werden, auch wenn die EZB dieser Entwicklung bisher nicht gefolgt ist. Wie so oft reagieren die Börsen auch in diesem Fall nervöser und sprunghafter auf Trends als andere Marktsegmente.

Ob sich die Kurse der deutschen Immobilienaktien wieder erholen oder ob sich eine Trendwende vollzieht, bleibt abzuwarten. Generell ist festzuhalten, dass die Nachfrage der Investoren nach Immobilien in Deutschland auch in 2017 hoch bleiben wird. (bk)

Foto: Vonovia

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