EPX August: Preise für Neubauten steigen weiter

Die Europace AG hat die aktuellen Immobilienpreis-Indizes ermittelt. Vorstand Thilo Wiegand warnt vor weiter steigenden Preisen, wenn nicht mehr Bauland ausgewiesen werde. 

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Der EPX-Hauspreisindex zeigt die monatliche Preisentwicklung für neue und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen auf.

Im August entwickelten sich die Preise nach Angaben des EPX Hauspreisindex für Ein- und Zweifamilienhäuser recht unterschiedlich: Während sich Neubauten erneut um 2,45 Prozent verteuert hätten, seien Bestandshäuser 2,5 Prozent günstiger im Vergleich zu Juli.

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Quelle: Europace AG

„Den Rückgang bei den bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser darf man noch nicht überbewerten. Im Juni ging es noch um fast 2,5 Prozent hoch. Saisonale Schwankungen sind normal. Erst wenn wir ein paar Monate hintereinander fallende Preise haben, können wir von einer Tendenz sprechen. Dazu ist es noch viel zu früh“, so Thilo Wiegand, Vorsitzender des Vorstands der Europace AG.

Das bestätige auch der Blick auf die Veränderungen zum Vorjahresmonat. Hier würden Bestandshäuser immer noch mit 6,53 Prozent im Plus liegen. Neubauhäuser seien in zwölf Monaten 7,82 Prozent teurer geworden.

Eigentumswohnungen

Der Preisindex für Eigentumswohnungen hätten im Vergleich zum Vormonat nur leicht um 0,43 Prozent zugelegt und damit deutlich weniger als in den vergangenen Monaten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise von Eigentumswohnung mit 9,60 Prozent jedoch stärker als die Preise der restlichen Indizes gestiegen.

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Quelle: Europace AG

Gesamtindex

Der Gesamtindex ist nach Angaben von Europace seit August 2015 um 8,01 Prozent gestiegen, während er im Vergleich zum Vormonat mit einem leichten Plus von 0,21 Prozent fast gleich geblieben ist.

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Mehr Bauland gegen Preissteigerungen

„Fakt bleibt: Wenn nicht mehr Bauland ausgewiesen wird, kann nicht mehr gebaut werden – und somit werden die Immobilienpreise weiter steigen“, erklärt Wiegand.

Das hat auch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in einer kürzlich veröffentlichten Studie zum Wohnungsmarkt in Deutschland bestätigt: „Ausreichend verfügbares Bauland zu vertretbaren Preisen ist deshalb eine entscheidende Stellschraube für mehr bezahlbaren Wohnungsneubau zur Miete und im Eigentum.“

Hier sei in erster Linie eine strategische und aktivierende Liegenschaftspolitik der Kommunen mit preisdämpfender Wirkung gefragt, aber auch Bund und Länder müssten unterstützend tätig werden, um für bessere Rahmenbedingungen bei der Schaffung und Mobilisierung von mehr Bauland zu sorgen. (kl)

Foto: Shutterstock

 

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