So geräumig wohnen die Deutschen

Je größer die Stadt, desto kleiner die Wohnung, auch in Ostdeutschland sind Wohnungen durchschnittlich elf Quadratmeter kleiner als im Westen. Das ergab eine Analyse von Check24.

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Die durchschnittliche Wohnungsgröße variiert in Deutschland deutlich. Die kleinsten Wohnungen haben die Bewohner Dresdens.

Rund 82 Quadratmeter Platz bietet eine durchschnittliche Wohnung laut Check24 in Deutschland. Doch dieser Durchschnittswert sagt wenig aus, denn die Unterschiede innerhalb Deutschlands sind groß.

Kleinere Wohnungen in Metropolen

In Metropolen sind Wohnungen kleiner als auf dem Land. In Orten mit maximal 100.000 Einwohnern seien die Wohnungen im Schnitt 93,4 Quadratmeter groß. In den deutschen Millionenstädten messe die Durchschnittswohnung 69,2 Quadratmeter. Aber auch der Vergleich der 15 größten deutschen Städte offenbare 21 Prozent (13 Quadratmeter) Differenz zwischen Wohnungen in Stuttgart und Dresden.

Im Bundesländervergleich seien die Unterschiede noch deutlicher: Saarländer und Rheinland-Pfälzer haben mit 99 und 96 Quadratmetern laut Check24 am meisten Platz. In den Stadtstaaten, und in Sachsen seien Wohnungen mit 68 bis 74 Quadratmetern wesentlich kleiner.

Städtevergleich

In Stuttgart, wo Wohnen vergleichsweise teuer ist, versicherten Check24-Kunden nach Angaben des Versicherers 2014 und 2015 ihren Hausrat für durchschnittlich 76,4 Quadratmeter große Wohnungen – Rang eins im Großstadtvergleich. Auf ähnliche hohe Werte kommen die beiden Ruhrpott-Metropolen Dortmund und Duisburg.

Die kleinsten Wohnungen würden Kunden aus Dresden versichern, mit durchschnittlich 63,4 Quadratmeter haben sie 13 Quadratmeter weniger Platz als Stuttgarter. Auch Hamburg und Köln liegen mit Wohnungsgrößen von je 67,8 Quadratmetern auf den hinteren Plätzen. Auch in Leipzig sind Wohnungen mit durchschnittlich 68 Quadratmeter vergleichsweise klein.

Zum vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

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Bundesländervergleich

Die Bundesländer mit den kleinsten Wohnungen sind laut Check24 Hamburg und Berlin. Sachsen rutscht mit rund 72 Quadratmeter als einziger Flächenstaat zwischen die drei Stadtstaaten. Möglicherweise, da über ein Viertel der sächsischen Bevölkerung in den beiden größten Städten Leipzig und Dresden wohne.

Bewohner der beiden Flächenländer Saarland und Rheinland-Pfalz haben mit durchschnittlich 99 und 96,1 Quadratmeter. Um rund 31 Quadratmeter Wohnraum unterscheiden sich laut Check24 Durchschnittswohnungen im Saarland von denen in Hamburg.

Auch ein Ost-West-Gefälle sei erkennbar. So würden Kunden aus den östlichen Bundesländern (inklusive Berlin) rund 73,6 Quadratmeter versichern. Im Westen Deutschlands seien es 85 Quadratmeter – ein Unterschied von 15 Prozent.

Die vollständige Studie finden Sie auf der Website von Check24 unter Versicherungen (Hausratversicherung). (kl)

Foto: Shutterstock

 

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