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17. August 2017, 12:22
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Baufinanzierungszinsen im August: Von Herdentrieb und Psychologie

Die Andeutung des EZB-Chefs Mario Draghi, dass sich die Eurozone in einer Phase wirtschaftlicher Konsolidierung befände, ließ die Zinsen nach oben klettern – der Grund: viel Psychologie. Aus dem gleichen Grund sorgt der Nordkorea-Konflikt für ein Nachfragehoch bei Staatsanleihen.

Gastkommentar von Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden

Baufinanzierungszinsen im August: Von Herdentrieb und Psychologie

Michael Neumann: “Gerade in politisch oder wirtschaftlich schwierigen Situationen nimmt die Nachfrage nach als sicher geltenden Staatsanleihen zu. In Folge steigen ihre Kurse, die Renditen sinken – und damit im Endeffekt auch die Baufinanzierungszinsen.”

Wer in den letzten Wochen die Zinsentwicklung verfolgt hat, dem wurde nicht langweilig. Kurz nach der Rede Mario Draghis, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), in Portugal gewann der Euro an Wert.

Rückblickend betrachtet führten seine Aussagen auch zu einer Steigerung der Baufinanzierungszinsen – und zwar um beachtliche 35 Basispunkte.

Draghi hatte angedeutet, dass sich die Eurozone in einer Phase wirtschaftlicher Konsolidierung befände. Er wies auf eine recht stabile Inflation hin und schürte damit Gerüchte um einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB.

Keine Neuheiten in der Eurozone, viel Interpretation

Im Prinzip sagte Draghi nichts Neues, doch stießen seine Worte auf äußerst wachsame Zuhörer. Gerade in jüngster Zeit, in der die Rufe nach Zinserhöhung und dem Stopp des Anleihekaufprogramms lauter werden, reagiert der Markt sehr sensibel auf noch so leichte Nuancierungen im Protokoll des Notenbankchefs.

Aus der heutigen Perspektive betrachtet kann man sagen, dass der Zinsanstieg vor allem auf psychologischen Aspekten und Herdentrieb beruhte. Fundamentale, wirtschaftliche Veränderungen gab es bis heute nicht.

Seite zwei: Nordkorea, Trump und die Baufinanzierungzinsen

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