Bauindustrie profitiert von Niedrigzins

Die Bauindustrie verzeichnete im März den stärksten Auftragseingang seit 22 Jahren. Das teilte das statistische Bundesamt mit. Steigende Zinsen könnten die Branche allerdings schwächen.

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Angestellte des Baugewerbes profitieren vom wachsenden Neugeschäft.

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom bescheren der Bauindustrie weiter prall gefüllte Auftragsbücher. Im März wuchs das Ordervolumen im Bauhauptgewerbe gemessen am Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Dies sei der höchste Wert in einem März seit dem Jahr 1995 (7,5 Milliarden Euro).

Bereinigt um den Effekt von Arbeitstagen und Preisänderungen verzeichneten die in der Statistik erfassten Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten noch ein Plus von 5,6 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat Februar sank das Ordervolumen saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigt indes um 0,5 Prozent.

Hohe Nachfrage nach Immobilien

Grund für den Boom ist vor allem die ungebrochen hohe Nachfrage nach Immobilien. Wegen der niedrigen Zinsen sind Kredite für Häuser und Wohnungen günstig. Dazu kommen steigende Einkommen und die historisch günstige Lage am deutschen Arbeitsmarkt.

Das Bauhauptgewerbe, das auch den Bau von Straßen und Leitungen umfasst, hatte schon 2016 das stärkste Neugeschäft seit zwei Jahrzehnten erreicht und erwartet für 2017 ein 20-Jahres-Hoch beim Umsatz. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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