2. Oktober 2017, 10:22
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Bauland wird knapp – obwohl es freie Flächen gibt

In vielen deutschen Städten wird Bauland knapp – doch das liegt nicht an fehlendem Grund, sondern an rechtlichen Hürden: Viele Kommunen haben wenig Bauland ausgewiesen. Trotz genügend freier Flächen kann oft nicht gebaut werden.

Bauland wird knapp – obwohl es freie Flächen gibt

In vielen deutschen Städten wird Bauland knapp.

 

In Deutschlands Städten wird Bauland trotz vorhandener freier Flächen knapp. Fachleute und Wohnungsbaubranche empfehlen daher vor der Münchner Immobilienmesse Expo Real (4. bis 6. Oktober), mehr Agrarland und sonstige Flächen in Bauland umzuwandeln.

“Genug Land ist prinzipiell vorhanden”, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der Deutschen Wirtschaft, der Deutschen Presse-Agentur. “Aber die rechtlichen Vorgaben, die Eigentumsverhältnisse und auch der Widerstand der Bürger machen es oft schwer, das dringend benötigte Bauland zu gewinnen.”

Der Verband der bayerischen Wohnungswirtschaft spricht von einem “Riesenproblem”. In München etwa ist die Lage nach einer kürzlich vorgestellten Studie des regionalen Planungsverbands akut.

Bauland in Großstädten ist knapp

“In München werden wir bei den gegebenen Bauflächen und den gegebenen Bebauungsplänen bald an die Grenzen stoßen”, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner. “Das wird nicht ausreichen, um Wohnraum für die bis 2035 erwarteten 300.000 neuen Einwohner zu schaffen.”

München ist kein Einzelfall: Knapp ist Bauland ebenso in anderen Großstädten wie Frankfurt, Berlin oder Stuttgart, aber auch in manchen kleineren Kommunen wie Passau oder Regensburg. Viele Kommunen haben in den vergangenen 20 Jahren zwar vorzugsweise nicht mehr genutzte Industrie- und Bahnanlagen, Bundeswehrgelände oder sonstige Brachen in Bauland umgewandelt. Diese Reserven neigen sich aber nun dem Ende zu.

“Es gibt nicht mehr viele Industriebrachen und alte Kasernen, die man relativ leicht bebauen kann”, sagt Kroner. Dabei ist nicht einmal das dicht besiedelte München vollständig bebaut: Etwa 20 Prozent des Stadtgebiets sind freie Flächen, großenteils Ackerland und Wälder. Und im Umland der Landeshauptstadt gibt es unbebauten Grund in Fülle.

Seite zwei: Mangel an Baugland hat paradoxe Folge

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