8. November 2017, 11:02
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Deutsche Finanzvorstände befürchten Blasen an Finanz- und Immobilienmärkten

Passend zu den guten Konjunkturaussichten sinkt die allgemeine Unsicherheit auf das niedrigste Niveau der vergangenen fünf Jahre. Nur ein knappes Drittel sieht sie noch als hoch an. Die maßgeblichen Risiken für die Weltwirtschaft, den eigenen Wirtschaftsraum und das eigene Unternehmen liegen für die Finanzchefs im politischen Bereich. Die Furcht vor einem bevorstehenden Fachkräftemangel ist hingegen gegenüber 2016 um satte 14 Prozentpunkte auf 51 Prozent angestiegen. Vor allem die Bereiche Maschinenbau und Immobilien sind hier besonders betroffen.

CFOs sehen billiges Geld kritisch

Wenig glücklich sind die CFOs zurzeit mit der Nullzinspolitik. Zwar kommen die Unternehmen günstig an Geld – aber es erhöht sich die Gefahr einer neuen Blasenbildung an den Finanz- und Immobilienmärkten. Zwei Drittel der Befragten sind dieser Ansicht, die besonders stark im Bankensektor vertreten wird. Nur jeder siebte CFO hält die momentane Geldpolitik für angemessen.

Schnelle Zinswende erwartet

Entsprechend der aktuellen konjunkturellen Entwicklung rechnen die meisten Befragten mit einer baldigen Zinswende. Für 60 Prozent wird diese innerhalb der nächsten zwölf Monate stattfinden – allerdings in einer eher gemäßigten Form mit nur einem leichten Leitzins-Anstieg. Mit einem drastischen Schritt rechnet keiner der CFOs. Die direkten Auswirkungen auf ihr eigenes Unternehmen sehen die meisten sehr gelassen, befürchten aber einen Rückfall hoch verschuldeter Staaten in die Krise. Sie sehen kaum Anlass, die eigenen Strategien zu überprüfen oder gar Investitionsentscheidungen zu überdenken.

Mehr Investitionen geplant

Die Zinsen werden wahrscheinlich steigen – die eigenen Geschäftserwartungen tun es bestimmt: Ein Drittel der Befragten ist deutlich optimistischer als vor Jahresfrist. Passend dazu wachsen auch die Investitionspläne. Hier ist eine klare Trendwende zu beobachten. Ganze 52 Prozent der Unternehmen planen einen Anstieg der Investitionen – der Saldowert liegt bei 40 Prozent und ist der höchste seit 2012. Die größte Investitionsbereitschaft findet sich in der Automotive- und Immobilienbranche. Investiert werden soll vor allem in Innovationen, auch wenn Kostensenkungen nach wie vor maximale Priorität haben. (fm)

Foto: Shutterstock

 

 

 

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