Deutscher Wohnimmobilienmarkt weiterhin auf Wachstumskurs

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind in 2017 weiter deutlich gestiegen, so Engel & Völkers in einem aktuellem Marktbericht, der 55 Standorte analysiert. In manchen Städten wurden Zuwächse von bis zu 50 Prozent verbucht.

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In Deutschland wurden in 2017 Wohnimmobilien für rund 125 Milliarden Euro verkauft.

Weiter anziehende Preise und steigende Umsatzvolumina charakterisieren laut Engel & Völkers den deutschen Wohnimmobilienmarkt. Die umfassende Analyse „Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland“ beleuchtet die Markt- und Preisentwicklung in 55 ausgewählten Städten.

„Sowohl in den Metropolen und Universitätsstädten als auch in vielen deutschen Mittelstädten und kaufkraftstarken Standorten sind weitere Preis- und Mietsteigerungen zu beobachten“, sagt Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG (E&V).

Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen stiegen laut E&V in 2017 in Leipzig, Mainz oder Augsburg um mehr als ein Drittel und an manchen Standorten (Hannover und Kassel) sogar um mehr als die Hälfte an. Im Häusersegment wurden die höchsten Preissprünge in Heidelberg verzeichnet.

Wohnungspreise in Wasserlagen mehr als ein Drittel teurer

Erstmals hat Engel & Völkers auch das Preisniveau für Eigentumswohnungen in repräsentativen Wasserlagen untersucht. Die gefragte Kombination aus Urbanität und Wasser habe ihren Preis: Kaufinteressenten einer Eigentumswohnung in Wassernähe müssten in Berlin und Düsseldorf Preisaufschläge von mehr als einem Drittel beim Erwerb einer Wohnung kalkulieren.

Insgesamt lagen die Angebotspreise in den analysierten Städten Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Köln in den betrachteten Wasserlagen mehr als 15 Prozent über dem örtlichen Marktgeschehen.

Neuer Rekordumsatz auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt

Mit einem Gesamtumsatz von rund 124,8 Milliarden Euro in 2017 hat der deutsche Wohnimmobilienmarkt laut E&V einen neuen Rekordwert erzielt (2016: rund 119,3 Milliarden Euro).

Die aktuelle Analyse der 55 untersuchten Städte decke rund ein Drittel des Umsatzes auf dem gesamtdeutschen Wohnimmobilienmarkt ab. Die größten Umsatzsprünge zum Vorjahr machten demnach ostdeutsche Großstädte wie Erfurt, Chemnitz oder Magdeburg – dort sei das Marktvolumen um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Wohnungsbedarf wird weiter hoch bleiben

Nach Einschätzung von Engel & Völkers wird der Nachfrageüberhang in zahlreichen deutschen Städten anhalten.

„Wohnimmobilien in Deutschland stellen neben der Eigennutzung angesichts steigender Einkommen und anhaltend niedriger Zinsen weiterhin eine sehr attraktive Form der Kapitalanlage und Altersvorsorge dar“, sagt Enders. „Die extrem geringen Leerstände in den Großstädten zeigen, dass trotz reger Neubautätigkeit der hohe Wohnungsbedarf hier nicht gedeckt werden kann.“

Daneben sprechen laut Enders die positive konjunkturelle Lage, die vergleichsweise niedrige Haushaltsverschuldung sowie die restriktiven Kreditvergabestandards gegen eine Immobilienblase in Deutschland. „Zudem bewegen sich die Immobilienpreise in deutschen Städten im europäischen Vergleich noch auf gemäßigtem Niveau“, bilanziert Enders.

Foto: Shutterstock

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