Anzeige
13. Dezember 2017, 14:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutscher Wohnimmobilienmarkt weiterhin auf Wachstumskurs

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind in 2017 weiter deutlich gestiegen, so Engel & Völkers in einem aktuellem Marktbericht, der 55 Standorte analysiert. In manchen Städten wurden Zuwächse von bis zu 50 Prozent verbucht.

Wohnhaeuser-hafencity-750-shutt 226491061 in Deutscher Wohnimmobilienmarkt weiterhin auf Wachstumskurs

In Deutschland wurden in 2017 Wohnimmobilien für rund 125 Milliarden Euro verkauft.

Weiter anziehende Preise und steigende Umsatzvolumina charakterisieren laut Engel & Völkers den deutschen Wohnimmobilienmarkt. Die umfassende Analyse „Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland“ beleuchtet die Markt- und Preisentwicklung in 55 ausgewählten Städten.

„Sowohl in den Metropolen und Universitätsstädten als auch in vielen deutschen Mittelstädten und kaufkraftstarken Standorten sind weitere Preis- und Mietsteigerungen zu beobachten“, sagt Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG (E&V).

Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen stiegen laut E&V in 2017 in Leipzig, Mainz oder Augsburg um mehr als ein Drittel und an manchen Standorten (Hannover und Kassel) sogar um mehr als die Hälfte an. Im Häusersegment wurden die höchsten Preissprünge in Heidelberg verzeichnet.

Wohnungspreise in Wasserlagen mehr als ein Drittel teurer

Erstmals hat Engel & Völkers auch das Preisniveau für Eigentumswohnungen in repräsentativen Wasserlagen untersucht. Die gefragte Kombination aus Urbanität und Wasser habe ihren Preis: Kaufinteressenten einer Eigentumswohnung in Wassernähe müssten in Berlin und Düsseldorf Preisaufschläge von mehr als einem Drittel beim Erwerb einer Wohnung kalkulieren.

Insgesamt lagen die Angebotspreise in den analysierten Städten Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Köln in den betrachteten Wasserlagen mehr als 15 Prozent über dem örtlichen Marktgeschehen.

Neuer Rekordumsatz auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt

Mit einem Gesamtumsatz von rund 124,8 Milliarden Euro in 2017 hat der deutsche Wohnimmobilienmarkt laut E&V einen neuen Rekordwert erzielt (2016: rund 119,3 Milliarden Euro).

Die aktuelle Analyse der 55 untersuchten Städte decke rund ein Drittel des Umsatzes auf dem gesamtdeutschen Wohnimmobilienmarkt ab. Die größten Umsatzsprünge zum Vorjahr machten demnach ostdeutsche Großstädte wie Erfurt, Chemnitz oder Magdeburg – dort sei das Marktvolumen um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Wohnungsbedarf wird weiter hoch bleiben

Nach Einschätzung von Engel & Völkers wird der Nachfrageüberhang in zahlreichen deutschen Städten anhalten.

„Wohnimmobilien in Deutschland stellen neben der Eigennutzung angesichts steigender Einkommen und anhaltend niedriger Zinsen weiterhin eine sehr attraktive Form der Kapitalanlage und Altersvorsorge dar“, sagt Enders. „Die extrem geringen Leerstände in den Großstädten zeigen, dass trotz reger Neubautätigkeit der hohe Wohnungsbedarf hier nicht gedeckt werden kann.“

Daneben sprechen laut Enders die positive konjunkturelle Lage, die vergleichsweise niedrige Haushaltsverschuldung sowie die restriktiven Kreditvergabestandards gegen eine Immobilienblase in Deutschland. „Zudem bewegen sich die Immobilienpreise in deutschen Städten im europäischen Vergleich noch auf gemäßigtem Niveau“, bilanziert Enders.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Run auf Eigentumswohnungen in Berlin

Berlin ist ein gefragter Anlagestandort für Immobilien, insbesondere für hochwertige Apartments. Im Bundesvergleich erreicht die deutsche Metropole die meisten Objektverkäufe am Wohnungsmarkt. Rund 21.000 Eigentumswohnungen wechselten hier im 1. Halbjahr 2018 den Besitzer. Und der Ansturm dürfte weitergehen.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...