11. Dezember 2017, 11:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Experten erwarten weiteren Mietpreisanstieg

Der deutsche Markt für Mietwohnungs- und Wohninvestments ist in den letzten Jahren von starkem Preiswachstum in allen Lagen gezeichnet. Was für die Zukunft des Marktes zu erwarten ist, zeigt eine aktuelle Befragung von Aengevelt-Research.

Wohnimmobilien: Experten erwarten weiteren Mietpreisanstieg

Durch mangelnden Neubau intensiviert sich die deutschlandweite Unterversorgung mit Mietwohnungen weiter.

Um eine wissenschaftliche Orientierungshilfe am Wohninvestmentmarkt zu liefern, hat der Marktforscher Aengevelt-Research den Aengevelt-Wohninvestment-Index (AWI) entwickelt.

Dieser solle Stimmungen und Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung an den Wohnungsmärkten hinsichtlich Angebot, Nachfrage und Preisen erfassen.

Dazu werde regelmäßig die Einschätzung von jeweils etwa 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnimmobilienwirtschaft erfasst.

Index erreicht Rekordwert

Mit insgesamt 77,2 Punkten habe der AWI im Herbst 2017 einen neuen Rekordwert erreicht (Frühjahr 2017: 76,1 Punkte), wobei sich der Anstieg jedoch nicht in allen Wohnlagen gleichmäßig vollzogen habe.

So habe sich in guten Lagen eine seit dem Herbst 2016 anhaltende, negative Trendwende durch ein Absinken des AWI um 0,7 Punkte auf 72,8 Punkte bestätigt.

Im Gegensatz dazu steht laut Aengevelt-Research der Subindex in mittleren und einfachen Lagen mit aktuell 80,2 beziehungsweise 74,8 Punkten. Dies mache im Vergleich zum Frühjahr 2017 einen Anstieg um 1,6 beziehungsweise 1,1 Punkte aus.

Insgesamt zeige der AWI ungeachtet dieser unterschiedlichen Entwicklungen in allen Lagen einen Markt mit überdurchschnittlichem Miet- und Kaufpreisniveau an (Marktgleichgewicht: 40 bis 60 Punkte).

Wohnungen in einfachen Lagen knapp

Habe sich der AWI für einfache Lagen noch im Frühjahr 2015 mit 59,7 Punkten im Marktgleichgewicht befunden, übertreffe er derzeit deutlich den Wert guter Lagen.

Michael Fenderl, Leiter von Aengevelt-Research, erläutert dazu: “Der Mietwohnungsneubau findet weiterhin unzureichend statt. Die Notwendigkeit der Integration von Flüchtlingen und Einwanderern spitzt die quantitative Wohnungsunterversorgung der Gesamtbevölkerung tendenziell weiter zu.”

“Insgesamt lässt sich feststellen, dass kurz- und mittelfristig der Bedarf an Mietwohnungen vor allem in einfachen Lagen rasant gestiegen ist.“

Seite zwei: Wohnungsknappheit bleibt vorerst bestehen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grundrente für 100 000 Menschen weniger

Weniger Menschen mit kleinen Renten als ursprünglich geplant sollen von der geplanten Grundrente profitieren. Im Einführungsjahr 2021 sollen es 1,3 Millionen Menschen sein – zuletzt war das Bundesarbeitsministerium von 1,4 Millionen ausgegangen. Auf die Rentenversicherung dürften Verwaltungskosten von mehreren hundert Millionen Euro zukommen. Das geht aus dem Referentenentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...

Immobilien

Bundesbank sieht in Deutschland weiterhin überhöhte Immobilienpreise

Die Bundesbank sieht trotz eines schwächeren Preisanstiegs im vergangenen Jahr nach wie vor ein überhöhtes Preisniveau am Immobilienmarkt in Deutschland. Auch wenn sich die Preisdynamik in den Städten 2019 abgeschwächt habe, hätten die Preise das fundamental gerechtfertigte Niveau weiterhin übertroffen, schreiben die Währungshüter in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

mehr ...

Investmentfonds

Nachhaltigkeit hört auf, wenn die Rendite sinkt

Ökologische Nachhaltigkeit hört bei vielen Deutschen auf, wenn es um das eigene Bankkonto geht. Das zeigt eine neue Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint. Deutsche sind dabei im Vergleich an grünen Finanzprodukten deutlich weniger interessiert als Österreicher und Schweizer.

mehr ...

Berater

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hep tütet 600 Megawatt Solar-Projektvolumen in den USA ein

Hep, ein baden-württembergisches Unternehmen für Solarparks und Solarinvestments, erweitert die Aktivitäten in den USA und hat sich mit dem lokalen Projektentwickler Solops auf eine zu entwickelnde Gesamt-Kapazität von 600 Megawatt in den nächsten drei Jahren geeinigt.

mehr ...

Recht

Viele Betriebsrentner müssen auf Entlastung bei Beiträgen warten

Hunderttausende Betriebsrentner müssen voraussichtlich noch Monate auf eine Entlastung bei den Sozialbeiträgen warten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...