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19. Januar 2017, 08:29
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DTI Nord/Ost: Berlin erreicht Preisgrenze

In den letzten Monaten des vergangenen Jahres sind die gezahlten Quadratmeterpreise sowohl für Häuser als auch für Wohnungen in allen untersuchten Metropolregionen im Norden und Osten höher als zuvor. Das geht aus dem Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) Nord/Ost hervor.

B-staedte-hannover in DTI Nord/Ost: Berlin erreicht Preisgrenze

Hannover weist im vierten Quartal 2016 die dynamischste Preisentwicklung der im DTI Nord/Ost untersuchten Städte auf.

Die eher moderate Preisentwicklung bei Wohnimmobilien im Norden und Osten Deutschlands in den ersten drei Quartalen nehme zum Jahresende noch einmal zu. Mit über sieben Prozent Steigerung im Vergleich zum Vorquartal seien Hannoveraner Ein- und Zweifamilienhäuser hier Spitzenreiter.

Berliner Preise für Wohneigentum übersteigen Finanzierbarkeit

Berlin weise nach München die zweithöchsten Indexwerte auf, die den Wertzuwachs beziffern. 

”So langsam erreichen wir eine Grenze, an der die Luft dünner wird – viele Haushalte können sich die derzeitigen Preise für Wohneigentum nicht mehr oder nur noch mit größeren Anstrengungen leisten”, so Ekkehard Enkelmann, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein am Standort Berlin Mitte.

Das Angebot an neu entstehendem Wohneigentum im Stadtgebiet decke nicht die vorhandene Nachfrage. Das führe laut Enkelmann dazu, dass Verkäufer die Preise gestalten können. “Auch im Bereich Neubau von Einfamilienhäusern haben die offiziellen Bodenrichtwerte nur noch wenig mit der Praxis zu tun. In der Realität liegen die Grundstückspreise 30 Prozent, zum Teil auch 50 Prozent darüber.”

Das wirke sich auch bei der Finanzierung nachteilig aus, weil von den Kreditgebern die offiziellen Richtwerte zur Bewertung herangezogen würden. Vor allem Haushalte mit wenig Eigenkapital müssten mittlerweile sehr hohe Monatsraten stemmen.

Mit 3.152 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen und Quadratmeterpreisen von 2.253 Euro für Häuser würden die Berliner Medianwerte nur geringfügig unter denen von Hamburg liegen.

Indexwerte auf Platz zwei nach München

Die Indexwerte dagegen werden laut DTI deutschlandweit nur noch von München übertroffen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 würden die Wohnungspreise in der Region Berlin um 3,71 Prozent steigen, verglichen mit dem Vorjahresquartal sogar um 7,08 Prozent.

Auch die Hauspreise ziehen nach Angaben des DTI zum Jahresende noch einmal um 2,77 Prozent an und verzeichneten damit ein Plus von 5,73 Prozent gegenüber dem letzten Quartal 2015.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

DTI Q4 2016 CS6 Nord Ost in DTI Nord/Ost: Berlin erreicht Preisgrenze

 

Hamburg: Anspruchsvoller Markt

In der Metropolregion Hamburg sei die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Objekten besonders groß, mit Quadratmeterpreisen zwischen 1.164 Euro und 11.475 Euro. Bei Häusern reiche die Spanne von 544 Euro pro Quadratmeter bis 11.520 Euro pro Quadratmeter.

Mit Medianpreisen von 3.567 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen und 2.484 Euro pro Quadratmeter für Häuser bleibe der Hamburger Immobilienmarkt einer der anspruchsvollsten. Im Vergleich zum Vorquartal seien die Preise für Wohnungen um 1,51 Prozent gestiegen, für Häuser um 3,07 Prozent, größer sei der Abstand zum Vorjahr mit 3,23 Prozent und 5,88 Prozent.

Hannover am dynamischsten

Die Region um Hannover verzeichne erneute Preissteigerungen, vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Sei der Trend im dritten Quartal noch leicht rückläufig gewesen, würden die gezahlten Quadratmeterpreise zum Jahresende wieder ansteigen, um 7,09 Prozent, beziehungsweise um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sei die dynamischste Aufwärtsbewegung der Immobilien im Norden und Osten.

Mit einem gemittelten Wert von 1.913 Euro pro Quadratmeter und Quadratmeterpreisen zwischen 521 Euro und 4.531 Euro gehört der Hannoveraner Häusermarkt laut DTI allerdings zu den günstigsten der ausgewerteten Metropolregionen. Die Preisspanne der Quadratmeterpreise für Wohnungen liege im vierten Quartal zwischen 729 Euro und 6.005 Euro, der Medianwert betrage 2.115 Euro. Damit würden die Preise für Eigentumswohnungen 2,01 Prozent über dem dritten Quartal und 8,59 Prozent über den letzten Monaten des Vorjahres liegen.

Dresden: Preise erholen sich nach Rückgang im dritten Quartal

Auch in der Metropolregion Dresden steigen die Preise nach einem Rückgang im dritten Quartal laut DTI zum Jahresende an: Wohnungen verteuern sich um 3,07 Prozent, mit Quadratmeterpreise zwischen 734 Euro und 4.800 Euro, der gemittelte Preis beläuft sich auf 2.146 Euro pro Quadratmeter.

Der Medianpreis für Häuser liege bei 2.083 Euro pro Quadratmeter, wobei sich die Quadratmeterpreise zwischen 520 Euro und 4.633 Euro bewegen würden. Die Hauspreise würden 1,54 Prozent über denen des Vorquartals und 5,71 Prozent über denen des Vorjahresquartals liegen. (kl)

Foto: Shutterstock

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