10. August 2017, 15:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ferienimmobilien: Preisboom an Deutschlands Küsten

Die Preise für Ferienimmobilien an den deutschen Nord- und Ostseeküsten sind nach einer Untersuchung von LBS Research in den vergangenen Jahren im Schnitt um fünf Prozent per annum gestiegen. Noch gebe es allerdings preiswerte Alternativen zu den teuren Hotspots.

Ferienimmobilien-sylt-hornum Shutt 483698266 in Ferienimmobilien: Preisboom an Deutschlands Küsten

Hornum auf Sylt: Die Nordseeinsel ist mit Abstand der teuerste Standort für Ferienimmobilien.

Immer mehr Deutsche zieht es im Urlaub an die heimischen Küsten. Viele spielen mit dem Gedanken, ein eigenes Feriendomizil oder einen Zweitwohnsitz an ihrem Lieblingsort zu erwerben.

Die wachsende Nachfrage hat jedoch zu kräftigen Preissteigerungen an den deutschen Nord- und Ostseeküsten geführt, so LBS Research. Eine aktuelle Marktanalyse in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Empirica zeige, wo die höchsten Preise verlangt werden und wo es noch Alternativen gebe.

Für die Untersuchung wurden aktuelle Inserate ausgewertet, in denen Ferienhäuser und -wohnungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten entlang der deutschen Küsten (ohne Hamburg und Bremen) angeboten werden. Dabei handle es sich überwiegend um Bestandsimmobilien, aber auch neue Objekte seien berücksichtigt worden.

Landkreis Nordfriesland am teuersten

Das Ergebnis der Analyse: Die teuerste Küstenregion ist der Landkreis Nordfriesland mit einem mittleren Preis von 3.400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, gefolgt von der kreisfreien Stadt Lübeck mit 2.900 Euro und dem Landkreis Vorpommern-Rügen mit 2.600 Euro pro Quadratmeter Ferienimmobilie.

Obwohl für die Ermittlung typischer Kaufpreise Ausreißer nach oben und unten bereits „abgeschnitten“ wurden, seien die Bandbreiten bei den Preisen teilweise extrem, so LBS Research. So steche Nordfriesland nicht nur mit den höchsten „Standardpreisen“ hervor, sondern auch mit den höchsten Spitzenpreisen: die teuersten 25 Prozent aller angebotenen Ferienobjekte seien mit mindestens 6.900 Euro pro Quadratmeter inseriert.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

News-lbs-10082017 in Ferienimmobilien: Preisboom an Deutschlands Küsten

Auf Platz zwei der Spitzenpreise folgt die kreisfreie Stadt Lübeck mit 4.200 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von der kreisfreien Stadt Rostock und dem Landkreis Vorpommern-Rügen, wo ebenfalls Spitzenpreise von über 3.500 Euro verlangt werden.

An besonders beliebten Standorten liegen die Preise laut LBS Research mitunter deutlich über den für den jeweiligen Landkreis errechneten typischen Bandbreiten. Die teuersten Küstenstandorte finden sich auf den Nord- und Ostfriesischen Inseln.

Sylt ist Spitzenreiter

Spitzenreiter ist die Insel Sylt mit der Gemeinde Wenningstedt/Braderup. Dort würden als Standardpreis für Ferienimmobilien 8.300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt.

„Ein Viertel aller angebotenen Objekte in Wenningstedt/Braderup war zuletzt sogar nicht unter 11.100 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise nicht unter zwei Millionen Euro pro Ferienobjekt zu bekommen“, erläutern die Immobilienexperten von LBS Research.

Neben Sylt zählen auch Juist mit einem mittleren Preis von 8.200 Euro pro Quadratmeter, Norderney mit 7.100 Euro, Langeoog mit 6.400 Euro und Wyk auf Föhr mit 6.100 Euro zu den besonders hochpreisigen Inseln.

Seite 2: Geheimtipp Ostseeküste – selbst Preise auf Rügen noch gemäßigt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...