10. August 2017, 15:04
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Ferienimmobilien: Preisboom an Deutschlands Küsten

Ebenfalls sehr beliebt, aber noch deutlich günstiger sei die Ostseeküste. Dort könnten Inselliebhaber bei der Suche nach einer günstigeren Alternative für ihr Feriendomizil an der mecklenburgischen Küste fündig werden.

Rügen und Usedom deutlich günstiger als Nordseeinseln

So böten Rügen und Usedom trotz ihrer großen Popularität immer noch ein wesentlich gemäßigteres Preisniveau als die Nordseeinseln. Auf Rügen liegen die Standardpreise in den bei Touristen beliebten Gemeinden laut LBS Research zwischen 3.500 und 4.300 Euro pro Quadratmeter.

Selbst im gefragten Heringsdorf auf Usedom werde die Grenze von 4.000 Euro nicht überschritten. Noch günstiger werde es auf dem Festland an der mecklenburgischen Ostseeküste, wo für attraktive Standorte wie das Seebad Kühlungsborn die mittleren Quadratmeterpreise bei rund 3.900 Euro oder auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst die Standardpreise um die 3.200 Euro liegen.

Niedrigste Spitzenpreise in Wilhelmshaven

In 70 Prozent aller ausgewerteten Küstenregionen liegen die Spitzenpreise laut LBS Research zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Quadratmeter. Die niedrigsten Spitzenpreise würden in Wilhelmshaven verlangt. Dort begännen die teuersten 25 Prozent aller inserierten Ferienobjekte bereits bei 1.300 Euro, der Standardpreis liege bei 975 Euro. Wilhelmshaven sei damit die einzige Region mit einem Standardpreis von unter 1.000 Euro pro Quadratmeter.

Anstieg um fünf Prozent pro Jahr

Insgesamt sind die Standardpreise für inserierte Ferienobjekte in den untersuchten Küstenregionen laut LBS Research in den letzten drei Jahren im Durchschnitt um jeweils fünf Prozent pro Jahr gestiegen. Spitzenreiter sei auch hier wiederum der Landkreis Nordfriesland.

Dort habe die jährliche Preissteigerungsrate im Schnitt 30 Prozent betragen. LBS Research führt das vor allem auf die Beliebtheit der Nordseeinseln zurück. Da dort die Neubaumöglichkeiten naturgemäß begrenzt seien, werde das Angebot an Feriendomizilen zunehmend schmaler und vor allem in direkter Meeresnähe entsprechend teurer.

Auf dem zweiten Platz rangiert der niedersächsische Landkreis Wesermarsch mit einer durchschnittlichen Preissteigerung von 15 Prozent pro Jahr in den letzten drei Jahren. Ein jährliches Plus von zehn Prozent und mehr wurden zudem in den Landkreisen Stade und Plön beobachtet.

Fazit der Immobilienexperten von LBS Research: „Steigende Immobilienpreise sind kein Phänomen wirtschaftsstarker Metropolregionen, sondern sind auch und besonders bei Ferienimmobilien zu registrieren.“ Für Kaufinteressenten heiße das: Noch mehr als bisher müssen sie auf die Kriterien Lage, Ausstattung, Infrastruktur und Vermietbarkeit achten. (bk)

Foto: Shutterstock

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